Dijon-Senf ist kein Senf für Zwischendurch. Dijon-Senf hat sich weltweit in der Gastronomie einen Namen gemacht. Ob als Senf oder als Würzmittel in verschiedensten Gerichten. Er ist der maßgeschneiderte schwarze Anzug unter den Würzmitteln – schlicht, elegant, aber mit einer Kraft, die sofort Präsenz zeigt. Wer ihn probiert, merkt: Hier geht es nicht um Zurückhaltung. Hier wird Klartext gesprochen – und zwar am Gaumen.
In Frankreich gehört Dijon-Senf so selbstverständlich auf den Tisch wie bei uns das Salzfass. Ein Klecks auf ein Stück Baguette, und die ganze Wucht der Senfsaat entfaltet sich. Kein süßer Trost, keine abgemilderte Schärfe – nur pure Würze, die den Mund wach macht. Was könnte die weltbekannte französische Küche und den Lebensstil besser repräsentieren? Genuss pur aus Frankreich für unsere kreative Küche.
Für die deutsche Bratwurst mag er zu heftig sein. Aber in Soßen, Marinaden, in Dressings oder als Begleiter zu kräftigem Käse zeigt er, warum er bis heute weltberühmt ist.
Zu einem kräftigen Dijon-Senf passt ein frisches 👉 Senf-Dressing auf Blattsalat.
Zutaten
- 50 g braune oder schwarze Senfkörner
- 50 ml Weißwein (trocken)
- 2 EL Weißweinessig
- ½ TL Salz
- ½ TL Zucker
Zubereitung
- Körner einweichen: Die Senfkörner mit Weißwein und Essig in einer Schüssel vermischen und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Dadurch quellen sie auf und werden weich.
- Pürieren: Die Mischung in einem Mörser oder Mixer grob zerkleinern. Dijon-Senf lebt von seiner cremigen, aber nicht zu glatten Konsistenz.
- Abschmecken: Salz und Zucker unterrühren. Frisch schmeckt er noch sehr scharf, nach 1–2 Wochen Reife wird er harmonischer.
Tipp & Variation
- Für eine mildere Version einfach einen Teil der schwarzen Körner durch gelbe ersetzen.
- Wer mag, kann ein wenig Estragon hinzufügen – das ist die klassische Variante, wie man sie in Burgund kennt.
Mehr über die Geschichte und Vielfalt von Senf erfährst du in unserem großen Beitrag: Senf – eine kleine Kulturgeschichte vom Acker bis aufs Brot.
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