Karotten fermentieren: Einfache Anleitung für die Selbstversorgung
Hast du zu viele Karotten und keinen passenden Lagerplatz? Das war bei uns dieses Jahr der Fall. Unser Lagerkeller ist zwar da, aber eine Maus liebt Karotten genauso wie wir. Statt die Ernte zu verschwenden, haben wir uns gefragt: Warum nicht Karotten fermentieren? Diese Methode macht Gemüse nicht nur haltbar, sondern auch gesund für die Verdauung. In diesem Beitrag zeige ich dir eine einfache Anleitung zum Karotten fermentieren – perfekt für die Selbstversorgung, egal ob mit Garten oder ohne. Plus: Ein Rezept, Tipps und unser Video!
Warum Karotten fermentieren? Selbstversorgung leicht gemacht
Selbstversorgung bedeutet, saisonale Lebensmittel clever zu nutzen – ob aus dem eigenen Garten oder vom Wochenmarkt. Wenn du eine Ernteschwemme hast (z. B. Karotten im Frühling oder Sommer), ist Fermentation die Lösung. Ohne Garten kannst du frische Karotten günstig beim Bauern kaufen und trotzdem Vorräte anlegen. Besonders in der Stadt, wo Lagerplatz knapp ist, ist diese Methode ideal – keine Kühlung nötig, nur ein Glas und Salz!
Was ist Fermentation? Die Basics
Beim Fermentieren verwandeln Milchsäurebakterien (wie Lactobacillus) Zucker in Milchsäure. Das macht Karotten haltbar, gibt ihnen einen säuerlichen Geschmack und fördert die Gesundheit. Diese uralte Technik spart Energie, da du weder kochen noch kühlen musst – perfekt für nachhaltiges Leben.
Karotten fermentieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier ist unsere bewährte Anleitung, wie du Karotten fermentieren kannst – einfach und schnell:
- Karotten vorbereiten:
Putze und schäle 1 kg Karotten. Mit dem Schneidaufsatz der Bosch MUM5 (im Set enthalten) schneiden wir sie in Scheiben – ideal für größere Mengen. Du kannst auch ganze Karotten fermentieren oder sie in Stifte schneiden, je nach Geschmack. - Salzlake herstellen:
Mische 25 g reines Meersalz (kein Jodsalz!) mit 1 Liter Wasser für eine 2,5 %ige Lake. Jod oder Zusätze stören die Gärung. - Karotten einlegen:
Gib die Karottenscheiben in eine lebensmittelechte Eurobox zum Vermischen. Dann ab in große Gläser (wir nutzen 4,25-Liter-Gläser) – zu etwa 90 % füllen. Ein Gewicht (z. B. ein Stein) hält sie unter der Lake. - Lake auffüllen:
Gieße die Salzlake darüber, bis alles bedeckt ist, aber lass Platz zum Deckel. Ein Fermentationsdeckel sorgt dafür, dass Gase entweichen, ohne dass Luft eindringt. - Fermentieren:
Stelle die Gläser 5–7 Tage dunkel bei 18–22 °C hin. Tipp: Nutze eine Wanne, falls Flüssigkeit austritt. Die Gärung ist fertig, wenn keine Blasen mehr steigen. - Lagern:
Verschließe die Gläser und lagere sie bei 10 °C (Keller) oder im Kühlschrank – sie halten monatelang.
Karotten fermentieren: Rezept mit Variationen
Unser Basisrezept kannst du nach Geschmack anpassen:
- Klassisch: Nur Karotten und Salzlake.
- Würzig: Mit Dill, Senfkörnern oder Ingwer.
- Mit Chinakohl: „Chinakohl Karotten fermentieren“ für eine Kimchi-Variante.
- Geraspelte Karotten fermentieren: Für eine feinere Textur einfach raspeln statt schneiden.
Das richtige Equipment
- Gläser: 4,25 Liter für große Mengen, 1 Liter für Anfänger.
- Gewicht für kleinere Gläser: Fermentationsgewicht.
- Küchenmaschine: Bosch MUM5 für schnelles Schneiden.
Vorteile von fermentierten Karotten
Fermentierte Karotten sind knackig, leicht säuerlich und voller Milchsäurebakterien. Sie fördern die Verdauung, stärken das Immunsystem und liefern Vitamine wie Vitamin C – ein echter Gesundheits-Boost!
Typische Fehler vermeiden
- Salzmenge: 2–2,5 % einhalten, sonst droht Schimmel oder Stillstand.
- Hygiene: Gläser auskochen, Hände waschen.
- Temperatur: Über 25 °C wird’s kritisch.
Unser Video: Karotten fermentieren in Aktion
Schau dir unser YouTube-Video an- Wir zeigen dir den Prozess Schritt für Schritt!
Fazit: Karotten fermentieren für mehr Nachhaltigkeit
Karotten fermentieren hat unsere Ernte gerettet – und es ist ideal für die Selbstversorgung. Ob ganze Karotten oder geraspelte, mit dieser Anleitung klappt’s. Du sparst Platz, reduzierst Abfall und tust deinem Darm etwas Gutes.
Kostenloser Download: Saisonkalender für Obst und Gemüse hier
Deine Erfahrungen? Teile sie in den Kommentaren oder lies mehr zur Selbstversorgung auf unserem Blog!
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