Ist der Tag grau? Braucht die Seele eine warme Umarmung? Ich habe die Lösung: Ein klassischer Milchrahmstrudel – diesmal mit den Äpfeln, die der Garten uns geschenkt hat. Kein Schnickschnack, sondern ehrliches Handwerk, das nach Heimat duftet. Ein Rezept, das verbindet – egal ob am Walnussbaum oder am Küchentisch in der Stadt.
Rezept für das Gemüt – schmeckt wie früher bei der Oma
Wenn die ersten Äpfel unter den Bäumen liegen, ist es viel zu schade, sie liegen zu lassen. Genau aus diesen kleinen Schätzen machen wir heute etwas Besonderes. Dieser Strudel ist kein kompliziertes Kunstwerk, sondern ein Alltagsheld für alle, die das Handwerk des Backens lieben.
Es geht um das Gefühl, wenn der warme Guss im Ofen langsam fest wird und der Duft von Zimt und Äpfeln durch das Haus zieht. Wer selbstversorgerisch denkt, der weiß: Wir nutzen, was da ist. Und das Beste? Diesen Strudelteig auszuziehen ist eine Fähigkeit, die jeder lernen kann – egal ob im Böhmerwald oder im 3. Stock ohne Garten.
Kein Stress mit dem Teig – Technik schlägt Talent
Egal ob du Anfänger bist oder schon hunderte Strudel gezogen hast – der Teig braucht einfach nur Zeit und Liebe. Im Video hab ich’s gezeigt: Man muss ihn so weit treiben, dass man fast die Zeitung durch lesen kann.
Und wenn mal was reißt? Kein Problem. Das wird mit dem Guss einfach „zugebacken“. Charakter ist wichtiger als Perfektion.
Zutaten
Für den Strudelteig:
- 200 g Mehl
- Eine Prise Salz
- 1 Schnapsglas Öl
- 1 Schuss Wasser
- 1 Eigelb (Eiweiß für später aufheben)
Für die Füllung (Quark-Apfel-Masse):
- 100 g Zucker
- 75 g Butter (geschmolzen, nicht kochend)
- 3 Eier
- Abrieb einer (Bio-)Zitrone
- 250 g Quark
- 150 g saure Sahne
- Apfelschnitzel (so viele, wie der Korb hergibt)
- Eine ordentliche Prise Zimt
Für den Überguss:
- 150 ml Milch
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Den Rest der Butter-Zucker-Ei-Masse
Zubereitung:
- Teig kneten: Alle Zutaten für den Teig intensiv kneten. Das ist das A und O. Danach muss der Teig mindestens eine Stunde ruhen, damit er richtig durchzieht und geschmeidig wird.
- Füllung vorbereiten: Zucker, Butter und die drei Eier schaumig rühren. Zitronenschale dazu. Dann Quark und saure Sahne vorsichtig unterheben. Zum Schluss die Apfelschnitzel und den Zimt mit hinein.
- Ausrollen und Füllen: Den Teig dünn ausrollen und ausziehen. Die Füllung darauf verteilen, die Ränder einschlagen und vorsichtig aufrollen.
- Erstes Backen: Den Strudel in eine Form legen und bei 180 °C (vorgeheizt) für ca. 20 bis 30 Minuten in den Ofen schieben.
- Das Finale: Nach der ersten Backzeit den Milch-Guss (Milch, Vanillezucker und Reste der Füllung) darüber gießen. Nochmal für ca. 20 Minuten backen, bis alles goldgelb und herrlich duftend ist.
- Serviervorschlag: Am besten lauwarm genießen, eventuell mit etwas Puderzucker bestreut. Es geht warm, es geht kalt – es ist immer ein Stück Frieden auf dem Teller.
Tipp fürs Jahr:
- Sommer: Mit Marillen oder Kirschen statt Äpfeln probieren.
- Herbst: Klassisch mit Falläpfeln und extra viel Zimt.
- Winter: Getrocknete Rosinen in Rum eingeweicht unter die Masse mischen.
- Frühjahr: Rhabarberstücke für eine feine Säure nutzen.
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