Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes

Nachgedacht über Verantwortung

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von

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Heute habe ich einen Beitrag gelesen, der mich lange nicht losgelassen hat.
Ein Mann beschreibt, wie er aus schwierigen Verhältnissen kam: Drogen, Schulden, Perspektivlosigkeit. Und wie er sein Leben grundlegend verändert hat – durch die Erkenntnis, dass 95 % seines Unglücks auf seine eigenen Entscheidungen zurückzuführen waren.

Keine Schuldzuweisungen, keine Anklage an „das System“. Einfach nur: Einsicht. Verantwortung. Veränderung.

Ich musste schmunzeln, weil ich genau weiß, was danach kommt:
„Ja, aber das kann man nicht auf alle übertragen.“
„Nicht jeder hat die gleichen Chancen.“
„Du hattest halt Glück.“

Vielleicht stimmt das sogar zum Teil. Aber ich frage mich trotzdem:

Was, wenn nicht die Umstände uns kleinhalten –
sondern unsere Vorstellung davon, was wir angeblich nicht können?

Was, wenn die meisten nicht scheitern, weil sie keine Lösung finden –
sondern weil sie gar keine suchen?

Was, wenn Achtsamkeit eben nicht bedeutet, sich ständig selbst zu bemitleiden,
sondern innezuhalten, ehrlich hinzuschauen – und dann bewusst zu handeln?

Ich merke:
Die größten Wendepunkte in meinem Leben waren nicht die Momente, in denen ich gewonnen habe –
sondern die, in denen ich keine Ausrede mehr hatte.


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