Pfingstwochenende 2024 und das Saarland steht unter Wasser. Was sollte man daraus lernen?

Wieder Pfingsten, wieder ein Hochwasser welches durch Dörfer und Städte zieht und das Hab und Gut von Menschen zerstört. Die Medien haben wieder Material um über Tage und Wochen ihre Sendezeit, ihre Artikel zu füllen.
Die Karawane der Politik zieht durch das Katastrophengebiet und macht tolle Werbefotos und verspricht das Blaue vom Himmel herunter.
Kaum ist das Wasser weg, sind die Medien weg und auch die Politik hat ein neues Spielfeld gefunden. Die geschädigten Bürger stehen alleine auf weiter Flur.
Mit viel Glück sind Versicherungen kulant und zahlen zügig die Gelder aus, um die gröbsten Schäden zu begleichen. Das Hab und Gut, die Erinnerungen, die Photoalben aus der Kindheit, die Bastelarbeiten der Kinder können die aber auch nicht ersetzen.
Ich versuche in den Videos immer wieder die Zuschauer dazu zu bringen, sich Gedanken über Vorsorge, Krisenvorsorge, Notfallvorsorge zu machen. Mit sehr mäßigem Erfolg. Lösungen sind nicht gefragt. Panikmeldungen werden aufgesaugt, am nächsten Tag die nächste Panikmeldung, etc.
In Videos habe ich gesehen, dass Menschen hilflos vor ihrem Hab und Gut gestanden sind und zuschauen mussten wie das Wasser in die Häuser dringt. Meine Überlegung dabei ist, was nutzt mir die schönste Gebäude- und Hausratversicherung? Die verhindert nicht das Eindringen des Wassers. Die erhält nicht die Erinnerungen. Die Versicherung kommt hinterher wenn der Schaden passiert ist.
Für Vorsorge gibt es kein Allheilmittel. Vorsorge ist so individuell wie die Bedürfnisse der Menschen, wie die Häuser der Menschen am jeweiligen Standort. Aber wenn man in einer Senke wohnt, dann kann man – sollte man – damit rechnen, dass irgendwann eine Flut kommen könnte. Die Erfahrung zeigt es einfach. Was hindert dann, dass man entsprechend Sandsäcke vorhält? Oder eine Möglichkeit, die Türen abzudichten, etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Was hindert dann, sich einen Fluchtrucksack zu packen. In dem die wichtigsten Dokumente Wasser- und Feuersicher verpackt sind, in dem Materialien verpackt sind, mit denen man auch mal 2 oder 3 Tage versorgt ist. Ein Schlafsack, eine Hängematte, ein Wasserfilter, ein Esbitkocher, Kochgeschirr, etwas Fertignahrung, ein Satz frische Kleidung.
Das sind Vorschläge, Anregungen, was der einzelne braucht, haben will, muss jeder für sich entscheiden.
Hier ein Video von mir in dem ich einen Vorschlag für einen Fluchrucksack mache um zu verdeutlichen um was es geht:
Das Video hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll Anregungen geben.
In jedem Fall möchte ich meine Zuschauer/Leser sensibilisieren. Je besser die Vorbereitung, um so kleiner die Krise. Ohne Vorbereitung kann jedes ungeplante Ereignis zur Krise werden. Es kann die Existenz kosten. Und da nutzt es nichts, wenn man das tausendste Video über die Situationsbeschreibung mit viel Panik angeschaut hat.



Hinterlasse einen Kommentar