Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes
Frostkick - Moto-Cross-Fahrer im Sprung

Energy-Drinks: Beliebt, billig und problematisch

Energy-Drinks gehören inzwischen zum Alltag. Morgens an der Tankstelle, in der Uni-Bibliothek, beim Gaming bis spät in die Nacht – Dosen mit klangvollen Namen versprechen Energie, Leistung und Coolness.

Doch ein Blick auf die Zutatenliste zeigt: Das vermeintliche Lebenselixier ist vor allem ein Chemie-Mix. Wasser, Zucker oder Süßstoffe, Aromen, Farbstoffe, Konservierungsmittel – und das Teuerste ist tatsächlich die Dose, nicht der Inhalt.

Was steckt wirklich drin? – Zusatzstoffe im Überblick

Damit du eine Vorstellung hast, was du mit jedem Schluck zu dir nimmst, hier die wichtigsten Inhaltsstoffe von klassischen Energy-Drinks:

Süßstoffe und Zucker

  • Aspartam (E951): 200x süßer als Zucker, kann Kopfschmerzen oder Heißhunger auslösen.
  • Acesulfam-K (E950): Verstärkt das Hungergefühl.
  • Sucralose (E955): Im Verdacht, die Darmflora negativ zu beeinflussen.

Klingt nach kalorienfreiem Genuss, führt aber oft dazu, dass man mehr Appetit bekommt – also das Gegenteil von dem, was man sich erhofft.

Koffein & Taurin

  • Koffein: In hohen Mengen künstlich zugesetzt. Kurzfristig wach, langfristig Herzrasen, Schlafstörungen oder Nervosität.
  • Taurin: Wissenschaftlich umstritten, soll die Wirkung von Koffein verstärken.

Die Kombination sorgt für den schnellen „Kick“, aber auch für den ebenso schnellen „Crash“.

Blutzuckerkurven

Farbstoffe & Aromen

  • Farben wie Brilliantblau (E133) oder Azorubin (E122) machen das Getränk hübsch bunt – haben aber keinerlei Nutzen für den Körper. Manche stehen im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern zu fördern.
  • „Naturidentische Aromen“ sind nichts anderes als künstliche Nachbauten von Geschmäckern. Sie imitieren, was echte Pflanzen von Natur aus liefern würden. Allerdings können sie nie die komplette Fülle des Geschmacks bieten. Somit schmeckt jeder industrieller Zusatzstoff letztendlich gleich flach. Die Komplexität der Natur ist dafür viel zu komplex. Man tut so als ob.

Konservierungsstoffe

  • Benzoate (E210–E213): Sorgen für lange Haltbarkeit, können aber pseudoallergische Reaktionen auslösen.
  • In Kombination mit Vitamin C entsteht Benzol – ein Stoff, der als krebserregend gilt.

Frostkick – mein selbstgemachter Energy-Drink

Ich wollte eine Alternative entwickeln, die nicht aus der Chemiefabrik kommt, sondern aus dem Garten und der Natur. So entstand Frostkick – mein natürlicher Energy-Drink.

Zutaten (für 1 Liter)

  • 200 ml Apfelsaft (am besten naturtrüb)
  • 100 ml Sanddornsaft (Vitamin-C-Bombe)
  • 200 ml Pfefferminztee (abgekühlt)
  • optional: 100 ml Eukalyptus-Tee (oder ein paar Blätter mitziehen lassen)
  • 2 EL Apfeldicksaft (eingekochter Apfelsaft als Sirup)
  • 500 ml Mineralwasser (spritzig)

👉 Optional für Koffein:
100 ml starker Matetee. Er liefert Koffein auf natürliche Weise, wirkt sanfter und gleichmäßiger als synthetisch zugesetztes Koffein.

Die Werte sind ca. Werte. Es kommt immer auf den Saft, den Tee an. Welche Stärke man hat, welchen persönlichen Geschmack. Ich empfehle immer, das nach und nach anzupassen.

Zubereitung

  1. Apfel- und Sanddornsaft in eine Karaffe geben.
  2. Pfefferminztee und optional Eukalyptus-Tee hinzufügen.
  3. Apfeldicksaft unterrühren.
  4. Mit Mineralwasser aufgießen.
  5. Gut kühlen und eiskalt genießen.

Warum ist Frostkick gesund?

  • Vitamine:
    • Sanddorn liefert bis zu zehnmal mehr Vitamin C als Zitronen.
    • Apfel enthält Vitamin E – wichtig für Haut und Zellschutz.
  • Mineralstoffe:
    • Kalium, Magnesium und Eisen – stärken Herz, Muskeln und Energiehaushalt.
  • Ballaststoffe (Pektin):
    • Fördern Verdauung, machen satt, verhindern Heißhungerattacken.
  • Ätherische Öle:
    • Pfefferminz und Eukalyptus wirken erfrischend, befreien die Atemwege, bringen Frische, die keine Industrie nachbauen kann.
  • Natürliche Energie:
    • Fruchtzucker gibt gleichmäßige Energie, ohne Crash.
    • Optional Matetee liefert sanftes Koffein, ohne Herzrasen.

Haltbarkeit? Kein Problem! In Flaschen abgefüllt. Bei 85°C etwa 20 Minuten eingekocht, hält das über lange Zeit. Wie das im Detail funktioniert, zeige ich hier: Haltbar machen von Lebensmitteln ohne Energieverbrauch

Energy-Drink vs. Frostkick – der Vergleich

AspektEnergy-DrinkFrostkick
SüßeZucker oder künstliche SüßstoffeNatürliche Fruchtzucker
KoffeinHochdosiert, synthetischOptional, aus Matetee
TaurinImmer enthalten, Wirkung fraglichFehlanzeige
VitamineSynthetisch zugesetztNatürlich vorhanden
MineralstoffeKaumReichlich (Kalium, Magnesium, Eisen)
BallaststoffeKeinePektin aus Apfel
AromenKünstlich, naturidentischEchte ätherische Öle
FarbstoffeKünstlichNatur: Sanddorn & Apfel
WirkungKurzer Kick, danach CrashSanfte, nachhaltige Energie

Varianten von Frostkick

Sommer-Edition: Mehr Minze, mit Zitronenmelisse verfeinert.

  • Winter-Edition: Mit etwas Ingwertee für Wärme und zusätzliche Schärfe.
  • Weihnachtstraum: Mit Zimt und etwas Kardamon verfeinert. Vielleicht weniger Pfefferminz und Eukalyptus
  • Sport-Variante: Extra Matetee für mehr Koffein, bei langen Touren oder Radfahrten.

Achtsamkeit & Selbstversorgung

Ein selbstgemachter Energy-Drink ist mehr als ein Rezept. Er ist ein Statement:

  • Ich will wissen, was in meinem Glas ist.
  • Ich entscheide, womit ich meinen Körper belaste – oder eben nicht.
  • Ich brauche keine Industrieillusion, wenn ich echte Natur im Garten habe.

Fazit

Energy-Drinks aus der Dose sind ein Geschäft für Industrie und Werbung – nicht für den Körper.
Frostkick dagegen ist Natur pur: frisch, fruchtig, gesund. Eine echte Alternative, die Energie bringt, ohne sie dir später wieder zu rauben.

Probier es aus – dein Körper wird es dir danken.

👉 Zum Video: