Guten Morgen und willkommen zu meinem Sonntagsfrühstück! Heute ist der 18. Mai 2025, und wie jeden Sonntag um 7 Uhr lade ich dich ein, mit einer Tasse Kaffee oder Tee innezuhalten und dich auf einen Moment der Achtsamkeit einzulassen. Heute ist ein besonderer Tag: Muttertag. Ein Tag, der uns dazu einlädt, die Menschen zu würdigen, die uns großgezogen haben. Doch oft wird dieser Tag von einem „Konsumflash“ überschattet: Ein schnell gekaufter Blumenstrauß, ein Gutschein „im Wert von …“, vielleicht schnell online bei Amazon bestellt, und fertig. Aber ist das echte Wertschätzung? Für mich, und vielleicht auch für dich, wenn du vielleicht selbst Eltern- oder Großelternteil bist, stellt sich die Frage: Sollten Respekt und Wertschätzung nicht das ganze Jahr über gezeigt werden, statt nur an einem Tag mit oberflächlichem Konsum?
In meiner Serie habe ich schon über Achtsamkeit in vielen Facetten geschrieben: über das „Gepäck des Lebens“, bewusstes Essen (Bewusst Essen: Der Geschmack der echten Lebensmittel), digitale Achtsamkeit (Digitale Achtsamkeit – Algorithmen bestimmen unser Leben), bewusste Pausen(Bewusste Pausen: Die Kunst, im Alltag zur Ruhe zu kommen). Heute, an Muttertag, vertiefe ich das Thema Konsum und frage: Wie kann ich Wertschätzung zeigen, ohne in den „Konsumflash“ zu verfallen? Für mich bedeutet echte Wertschätzung, Zeit zu investieren und sich Gedanken zu machen – zwei Dinge, die in unserer hektischen Welt oft zu kurz kommen. Ich möchte gemeinsam mit dir erkunden, wie ich das ändern kann.
Warum Muttertag mich Konsum hinterfragen lässt
Muttertag ist ein Tag der Wertschätzung – zumindest sollte er das sein. Doch in der Realität wird er oft zu einem Fest des Konsums. Supermärkte und Online-Shops werben mit Blumensträußen, Schokolade, Gutscheinen oder vorgefertigten Geschenksets. „Zeig deiner Mutter, wie wichtig sie dir ist – für nur 19,99 €!“, suggerieren die Anzeigen. Viele greifen zu, weil es schnell und einfach ist. Aber ist ein Blumenstrauß, der morgen verwelkt, oder ein Gutschein, der in einer Schublade landet, wirklich ein Ausdruck von Respekt? Für mich, wenn ich die Bedeutung von Beziehungen und die Vergänglichkeit von materiellen Dingen immer mehr schätze, fühlt sich das oft leer an.
Muttertag ein Konsumfest
Muttertag ist, neben Valentinstag ein Fest des Konsums. Der Druck, etwas zu kaufen, ist groß, aber die Wirkung oft gering. Ein Amazon-Gutschein, der in wenigen Klicks bestellt wird, mag praktisch sein, doch er zeigt wenig persönliche Mühe. Das ist, was ich „Konsumflash“ nenne – ein kurzfristiger Akt des Kaufens, der die Tiefe echter Wertschätzung vermissen lässt. Der Wert wird in Geld bemessen. Doch ist Wertschätzung in Geld zu messen?

Für mich braucht echte Wertschätzung zwei Dinge: Zeit und Gedanken. Zeit, die ich mit einer Person verbringe, und Gedanken, die ich mir über ihre Bedürfnisse, Wünsche oder Erinnerungen mache. Das passt perfekt zur Achtsamkeit, die ich in meiner Serie fördere. So wie ich bei bewusstem Essen mit allen Sinnen genieße oder bei digitaler Achtsamkeit meine Aufmerksamkeit zurückgewinne, kann ich auch Wertschätzung achtsam gestalten – ohne Konsum, dafür mit Herz.
Eine Mini-Übung für dein Sonntagsfrühstück
Ich lade dich ein, mit einer kleinen Übung zu starten, die du direkt am Frühstückstisch machen kannst – passend zum Muttertag. Nimm dir drei Minuten und deine Tasse Kaffee oder Tee. Setz dich bequem hin und denke an eine Person, die du heute würdigen möchtest – vielleicht deine Mutter, deinen Vater oder eine wichtige Bezugsperson. Halte die Tasse in deinen Händen, spüre die Wärme, atme tief ein und rieche das Aroma.
Jetzt stelle dir vor: Was würde dieser Person wirklich Freude bereiten? Nicht etwas, das du kaufen kannst, sondern etwas, das Zeit und Gedanken erfordert. Vielleicht ein langer Spaziergang zusammen, ein handgeschriebener Brief mit Erinnerungen oder ein gemeinsames Kochen ihres Lieblingsgerichts? Lass die Ideen kommen, ohne sie zu bewerten, und bring deine Aufmerksamkeit dann zurück zu deinem Atem. Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, dieser Person auf diese Weise Wertschätzung zu zeigen?
Hast Du ein Hobby, eine Fähigkeit, mit der du der Bezugsperson eine Freude machen kannst. Vielleicht ein Gedicht schreiben, etwas basteln, stricken, kochen. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Ich bin der Meinung, es zeigt, dass man sich Gedanken gemacht hat, sich Mühe gegeben und etwas Individuelles geschaffen hat.
Diese Übung ist für mich ein erster Schritt, um Achtsamkeit in Beziehungen zu bringen. Sie erinnert mich daran, dass echte Wertschätzung nicht im Laden beginnt, sondern im Kopf und Herzen – gerade heute, am Muttertag.
Echte Wertschätzung zeigen: Meine praktischen Tipps
Wie kann ich am Muttertag – und darüber hinaus – Wertschätzung zeigen, ohne auf Konsum zurückzugreifen? Hier sind meine praktischen Tipps, die speziell für Menschen gedacht sind, die oft schon alles Materielle besitzen und sich nach tieferen Verbindungen sehnen. Sie greifen die Idee von Zeit und Gedanken auf und passen in den Alltag.
- Zeit schenken: Ein gemeinsamer Moment.
Ich plane heute einen Moment, den ich mit meiner Mutter oder einer wichtigen Person verbringe, ohne Ablenkung. Das könnte ein Spaziergang im Park sein, wie ich es bei den „Naturpausen“ beschrieben habe, oder ein ruhiges Frühstück zu zweit. Wichtig ist, dass ich präsent bin – ohne Handy, ohne Eile. Ich frage: „Wie geht es dir wirklich?“ und höre zu. Zeit ist das wertvollste Geschenk, das ich geben kann, besonders in einer Welt, die immer schneller wird. Ein Beispiel: Ich lade meine Mutter zu einem Spaziergang ein und erinnere sie an einen Ort, an den wir früher oft gegangen sind. - Gedanken machen: Eine persönliche Geste
Ich überlege, was die Person wirklich mag oder braucht. Statt eines Gutscheins könnte ich etwas Persönliches tun. Ich schreibe einen Brief mit einer Erinnerung, die uns verbindet, oder erstelle ein Fotoalbum mit alten Bildern. Eine Bekannte erzählte mir, wie sie ihrer Mutter ein Rezeptbuch mit Familienrezepten schenkte, das sie selbst zusammengestellt hatte. Solche Gesten zeigen, dass ich mir Gedanken gemacht habe – viel mehr als ein gekauftes Geschenk. Heute könnte ich z. B. einen Brief schreiben, in dem ich meiner Mutter für eine bestimmte Eigenschaft danke, die sie mir beigebracht hat. - Gemeinsam etwas schaffen: Kreative Zeit
Ich mache heute etwas mit meiner Mutter, das uns verbindet. Ich koche ein Lieblingsgericht, wie ich es bei „Bewusst Essen“ beschrieben habe, oder wir pflanzen gemeinsam Blumen im Garten. Das Ergebnis ist nicht so wichtig wie der Prozess – das gemeinsame Tun schafft Erinnerungen, die bleiben. Ein Beispiel: Ich backe den Kuchen, den meine Mutter immer für mich gemacht hat, und wir genießen ihn zusammen, während wir über alte Zeiten reden. Das ist ein Muttertagsgeschenk, das von Herzen kommt. - Worte der Wertschätzung: Ich sage es direkt.
Manchmal ist das Einfachste das Wirkungsvollste: Ich sage der Person heute, warum ich sie schätze. „Mama, ich bin so dankbar, wie du immer für uns da warst – besonders, als ich damals krank war.“. Solche Worte, ehrlich und direkt, haben mehr Wert als jeder Blumenstrauß. Ich kann das auch schriftlich tun, z. B. in einer Karte, die ich selbst gestalte. Ich nehme mir heute ein paar Minuten, um diese Worte zu finden, und spreche sie aus oder schreibe sie auf. - Konsum hinterfragen: Weniger ist mehr
Wenn ich heute etwas schenken möchte, überlege ich: Braucht die Person das wirklich? Macht es ihr Leben besser? Statt eines Gutscheins könnte ich etwas Praktisches schenken, das sie oft nutzt – z. B. eine hochwertige Teekanne, wenn sie Tee liebt. Aber ich überlege: Ist das Geschenk nötig, oder wäre ein gemeinsamer Moment nicht wertvoller? Ein Blumenstrauß mag schön sein, aber er verwelkt – Zeit und Erinnerungen bleiben. - Ein Ritual schaffen: Wertschätzung das ganze Jahr.
Ich nutze den Muttertag als Anlass, ein Ritual zu schaffen, das das ganze Jahr über anhält. Ich rufe jede Woche an, plane regelmäßige Treffen oder schicke kleine Nachrichten, die zeigen, dass ich an die Person denke. Ein Beispiel: Eine Freundin ruft ihre Mutter jeden Sonntagmorgen an, um einfach zu plaudern – das ist für beide ein Highlight der Woche. Ich beginne heute mit einem Ritual, das zeigt: „Ich schätze dich nicht nur heute, sondern immer.“ - Dankbarkeit üben: Ich reflektiere, was die Person mir bedeutet.
Ich nehme mir heute ein paar Minuten, um an die Person zu denken und aufzuschreiben, wofür ich dankbar bin. Das kann so einfach sein wie: „Ich bin dankbar, dass meine Mutter mir Geduld beigebracht hat.“. Diese Praxis, ähnlich der Dankbarkeits-Praxis aus meinem letzten Beitrag, vertieft meine Wertschätzung und macht sie zu einem Teil meines Alltags. Ich schreibe es auf, und wenn ich mag, teile ich es heute mit der Person – ein Geschenk, das von Herzen kommt. - Bewusst innehalten: Eine Pause für Wertschätzung.
Ich nutze die Idee der „bewussten Pausen“, die ich in einem früheren Beitrag beschrieben habe, um heute innezuhalten und Wertschätzung zu zeigen. Ich setze mich für fünf Minuten mit der Person hin – vielleicht bei einer Tasse Tee – und bin einfach da. Ich spreche über etwas, das uns verbindet, oder wir schweigen gemeinsam, während wir die Ruhe genießen. Diese Pause ist ein kleiner, aber bedeutungsvoller Akt der Wertschätzung.
Mein Gepäck des Lebens leichter machen
Wertschätzung ohne Konsumflash hilft mir, mein „Gepäck des Lebens“ leichter zu machen. Jedes gekaufte Geschenk, das keinen echten Wert hat, nimmt Platz ein – physisch und mental. Aber gemeinsame Zeit, persönliche Gesten und ehrliche Worte schaffen Verbindungen, die mich erfüllen. Besonders im Alter, wenn ich die Bedeutung von Beziehungen mehr denn je schätze, ist das ein Weg, mein Leben reicher zu machen. So wie bewusste Pausen mir Ruhe schenken und bewusster Konsum mich von Impulskäufen befreit, schafft achtsame Wertschätzung Raum für das, was wirklich zählt.
Muttertag ist heute, aber die Idee, Respekt und Liebe zu zeigen, gilt das ganze Jahr. Indem ich Konsum hinterfrage und mich auf Zeit und Gedanken konzentriere. So kann ich Beziehungen vertiefen und Stress reduzieren – für mich und die Menschen, die mir wichtig sind. Das ist Achtsamkeit im Alltag, die mich erdet und erfüllt.

Herausforderungen und wie ich sie meistere
Achtsame Wertschätzung klingt schön, aber es gibt Hürden. Vielleicht denke ich: „Ich habe keine Zeit heute“ oder „Ich weiß nicht, wie ich das ansprechen soll.“. Hier sind ein paar Tipps, die mir helfen, dranzubleiben:
- Keine Zeit? Auch kleine Gesten zählen. Ich schreibe eine kurze Nachricht oder nehme mir fünf Minuten für ein Telefonat.
- Unsicher, wie ich anfange? Ich beginne mit einer einfachen Frage: „Mama, was hat dir früher am meisten Freude gemacht?“. Das öffnet die Tür für tiefere Gespräche.
- Gewohnheit, zu kaufen? Ich ersetze den Impuls, einen Gutschein zu bestellen, durch eine kleine, persönliche Geste, z. B. ein Foto ausdrucken und mit einer Notiz versehen.
Ein Beispiel: Ein Freund, Mitte 50, wollte seiner Mutter am Muttertag etwas Besonderes schenken, hatte aber wenig Zeit. Statt einen Gutschein zu kaufen, schrieb er ihr eine Karte mit einer Erinnerung an ihre gemeinsamen Spaziergänge und rief sie an, um ihr das vorzulesen. Sie war gerührt – mehr als jeder Blumenstrauß es hätte bewirken können.
Ein Gedanke zum Mitnehmen
Muttertag ist eine Gelegenheit, Wertschätzung zu zeigen – aber nicht durch Konsumflash, sondern durch Zeit und Gedanken. Wie bewusster Konsum mich von Impulskäufen befreit, schafft achtsame Wertschätzung Raum für tiefere Verbindungen. Heute ist der perfekte Tag, um damit zu beginnen, aber ich lasse es nicht bei einem Tag bleiben. Respekt und Liebe verdienen das ganze Jahr – und das beginnt mit einem bewussten Schritt.
Wie wirst du heute Wertschätzung zeigen? Vielleicht mit einem Spaziergang, einem Brief oder einem ehrlichen Gespräch? Teile deine Gedanken in den Kommentaren – ich freue mich, von dir zu lernen! ☕
Danke, dass du heute dabei bist. Genieße dein Sonntagsfrühstück, feiere den Muttertag mit Achtsamkeit und schenke den Menschen, die dir wichtig sind, das Wertvollste: deine Zeit.



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