Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes
Goldenes Bitcoin-Symbol über einer digitalen Weltkugel mit Blockchain-Hintergrund.

Bitcoin im Fokus: Was steckt hinter der digitalen Währung?

Anfang April 2025 bebten die Börsen weltweit. Aktienkurse stürzten, ausgelöst durch Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und Ängste vor einer Rezession. In solchen Zeiten rückt Bitcoin oft ins Rampenlicht. Man liest in Posts und Foren davon, die alternative Finanzbranche schwärmt. Manche sehen es als Alternative zu traditionellen Märkten, andere als riskantes Experiment. Doch was ist Bitcoin genau, und warum sorgt es für Gesprächsstoff?

Ich habe keine Ahnung von Aktienmärkten, ETFs, Spekulationen oder auch Bitcoin. Ich persönlich bin Team Bargeld. Gebe das Geld aus welches ich habe für Dinge die ich brauche. Dieser Beitrag erklärt sachlich, was Bitcoin ist, wo es herkommt, wie es funktioniert, was man damit machen kann und welche Chancen und Risiken es birgt – ohne Übertreibungen oder Vorurteile. Hier gibt es nichts zu kaufen, keine Finanzberatung, kein Geschäft. Es ist nur für Leute wie mich recherchiert, die mit dem Begriff Bitcoin etwas anfangen können wollen.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine digitale Währung, die 2009 eingeführt wurde. Anders als Euro oder Dollar existiert sie nur online, ohne physische Münzen oder Scheine. Sie wird weder von Banken noch von Regierungen kontrolliert. Stattdessen basiert Bitcoin auf einem globalen Netzwerk von tausenden Computern, die Transaktionen speichern und überprüfen. Dieses Netzwerk nutzt die Blockchain, ein öffentliches Register, das jede Bewegung von Bitcoins festhält – wie ein Kassenbuch, das Tausende gleichzeitig führen und niemand manipulieren kann. Der Block ist dabei praktisch eine Seite auf der Transaktionen aufgeführt werden, die Chain bildet das fortlaufende Verzeichnis.

Die Blockchain

Beispiel: Anna möchte 0,1 Bitcoin an Ben schicken. In ihrer digitalen Geldbörse (Wallet) gibt sie Bens Bitcoin-Adresse ein, eine lange Zeichenfolge wie „bc1xyz…“. Die Transaktion wird ans Netzwerk gesendet, wo viele Computer prüfen, ob Anna genug Bitcoins hat. Nach etwa 10 Minuten wird die Überweisung in die Blockchain eingetragen, und Ben hat die 0,1 Bitcoin. Die Adressen sind anonym, solange niemand sie mit echten Namen verknüpft. Dabei passen alle Computer ihren Block an. So sind Fälschungen fast unmöglich. Ein Hacker müsste tausende Computer gleichzeitig hacken um die Daten zu fälschen. Ein teures und sehr schwieriges Unterfangen.

Die Dezentralität der Blockchain macht Bitcoin unabhängig, aber schwer regulierbar – ein Punkt, der Regierungen weltweit beschäftigt, da sie Transaktionen nur schwer nachverfolgen können. Hat aber den Vorteil, dass man vor Währungsschwankungen geschützt ist und Regulierungen und Einschränkungen annähernd nicht durchführbar sind. Mein Geld gehört mir und sonst hat niemand darauf Zugriff.

Wo kommt Bitcoin her?

Bitcoin wurde 2009 von einer unbekannten Person oder Gruppe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erfunden. Es entstand nach der Finanzkrise 2008, als das Vertrauen in Banken und Staaten sank. Nakamoto wollte ein Geldsystem ohne Mittelsmänner, dessen Menge begrenzt ist. Anders als normales Geld, das Regierungen drucken können, wird es maximal 21 Millionen Bitcoins geben – festgelegt im Programmcode.

Beispiel: 2010 bezahlte jemand zwei Pizzen mit 10.000 Bitcoins, damals etwa 30 Euro wert. Heute wären diese Bitcoins Millionen wert, was den rasanten Wertzuwachs zeigt, aber auch die Volatilität.

Anfangs war Bitcoin ein Projekt für Technikbegeisterte. Mit der Zeit wuchs das Interesse, besonders in Krisenzeiten. Anfang April 2025, als die Börsen durch Handelszölle und Inflationssorgen wankten, suchten viele in Deutschland nach Begriffen wie „Bitcoin Kurs“ oder „Bitcoin Euro“, was zeigt, dass die Währung in turbulenten Zeiten Aufmerksamkeit erregt.

Wie funktioniert Bitcoin?

Bitcoin basiert auf der Blockchain, die wie ein unveränderbares Tagebuch funktioniert. Transaktionen werden in „Blöcke“ gepackt, die mit dem vorherigen Block verbunden sind – daher „Blockchain“. Um Bitcoins zu nutzen, braucht man eine Wallet mit zwei Elementen:

  • Eine Adresse (wie eine Kontonummer) zum Empfangen.
  • Einen privaten Schlüssel (wie ein Passwort) zum Senden.

Beispiel: Klaus schickt 0,5 Bitcoin an Lisa. Er signiert die Transaktion mit seinem privaten Schlüssel, das Netzwerk prüft, ob Klaus die Bitcoins besitzt, und trägt die Überweisung in die Blockchain ein. Niemand kann sie nachträglich ändern, da Tausende Computer sie bestätigen.

Die Dezentralität macht Bitcoin sicher, aber komplex. Es gibt keine Bank, die hilft, wenn der Schlüssel verloren geht. Die Anonymität der Adressen sorgt zudem für Diskussionen, da Regierungen Schwierigkeiten haben, Transaktionen zu überwachen.

Wie funktioniert Mining?

Mining ist der Prozess, der neue Bitcoins erzeugt und das Netzwerk sichert. Es ist wie ein globales Wettrennen, bei dem Computer mathematische Rätsel lösen, um Transaktionen zu bestätigen.

Wenn jemand Bitcoins sendet, werden diese Transaktionen in einen „Block“ gesammelt. Miner – leistungsstarke Computer oder spezialisierte Geräte – versuchen, ein komplexes Rätsel zu lösen, das den Block mit der Blockchain verknüpft. Der erste Miner, der die Lösung findet, fügt den Block hinzu und erhält zwei Belohnungen: neue Bitcoins (aktuell 3,125 pro Block, Stand April 2025) und Transaktionsgebühren, die Nutzer für schnellere Bearbeitung zahlen. Das Rätsel ist so gestaltet, dass es etwa alle 10 Minuten gelöst wird, um das System stabil zu halten.

Beispiel: Ein Miner in Island löst das Rätsel und fügt einen Block hinzu. Er erhält 3,125 neue Bitcoins plus Gebühren von Nutzern, die ihre Transaktionen priorisiert haben. Der Block wird weltweit verteilt, und alle Computer aktualisieren ihre Blockchain-Kopie.

Mining verbraucht viel Strom, was oft kritisiert wird. Alle vier Jahre, beim Halving, wird die Belohnung für neue Bitcoins halbiert – wie im April 2024, als sie von 6,25 auf 3,125 sank. Das erhöht die Knappheit, da weniger neue Bitcoins entstehen. Ohne Miner würde das Netzwerk stillstehen, da sie Transaktionen prüfen und Betrug verhindern. Doch die Anonymität und Dezentralität des Minings erschweren Regierungen den Einfluss. Ein wichtiges Thema ist, was passiert, wenn alle 21 Millionen Bitcoins geschürft sind – dazu später mehr.

Was passiert, wenn alle Bitcoins geschürft sind?

Die 21 Millionen Bitcoins sind eine Obergrenze, die voraussichtlich um das Jahr 2140 erreicht wird. Danach gibt es keine neuen Bitcoins mehr als Belohnung für Miner. Das wirft die Frage auf: Warum sollten Miner weiterarbeiten, wenn der Anreiz für neue Bitcoins wegfällt? Ohne Miner, die Transaktionen prüfen, könnte das Netzwerk tatsächlich stillstehen, da niemand die Blockchain aktualisieren würde.

Die Antwort liegt in den Transaktionsgebühren. Schon jetzt zahlen Nutzer Gebühren, um ihre Transaktionen schneller zu verarbeiten – ähnlich wie ein Trinkgeld für schnellen Service. Wenn keine neuen Bitcoins mehr verteilt werden, sollen diese Gebühren die Hauptbelohnung für Miner werden. Die Idee ist, dass Bitcoin bis 2140 so weit verbreitet ist, dass viele Menschen es nutzen und genug Transaktionen anfallen, um Miner durch Gebühren zu motivieren.

Beispiel: Stell dir vor, Lisa schickt 0,01 Bitcoin und zahlt eine Gebühr von 0,0001 Bitcoin, damit die Transaktion schnell bestätigt wird. Wenn Tausende solche Transaktionen pro Block anfallen, summieren sich die Gebühren zu einer lohnenden Summe für Miner – selbst ohne neue Bitcoins.

Es gibt jedoch Unsicherheiten. Wenn Bitcoin nicht genug genutzt wird, könnten die Gebühren zu niedrig sein, um Miner zu motivieren, was die Sicherheit des Netzwerks gefährden könnte. Umgekehrt könnten hohe Gebühren Transaktionen verteuern und Bitcoin weniger attraktiv machen. Einige Experten glauben, dass technologische Lösungen wie das Lightning Network, das Transaktionen außerhalb der Haupt-Blockchain abwickelt, die Gebührenlast senken könnten. Andere meinen, dass Miner sich auf profitable Märkte konzentrieren werden, solange Bitcoin wertvoll bleibt. Die Debatte ist offen, da 2140 weit entfernt ist, und niemand weiß, wie sich Bitcoin bis dahin entwickelt.

Was kann man mit Bitcoin machen?

Bitcoin hat mehrere Verwendungszwecke:

  • Zahlen: Manche Online-Shops oder Dienstleister akzeptieren Bitcoin, z. B. für Software oder Spenden. In El Salvador ist es offizielles Zahlungsmittel, in Deutschland selten.
  • Wertaufbewahrung: Einige sehen Bitcoin als „digitales Gold“, da es begrenzt ist und als Schutz vor Inflation gelten könnte.
  • Investition: Viele kaufen Bitcoin, weil sie auf Wertsteigerung hoffen – besonders in Krisenzeiten wie April 2025, als die Börsen fielen.
  • Überweisungen: Bitcoin ermöglicht schnelle, oft günstige Transfers über Grenzen, ohne Banken.

Beispiel: Maria in Deutschland schickt 0,2 Bitcoin an ihren Sohn in Argentinien, wo die Währung schwankt. Die Transaktion dauert Minuten und kostet weniger als eine Banküberweisung, erfordert aber Sorgfalt bei der Adresseingabe, da Fehler irreversible Folgen haben.

Die Nutzung hängt von Infrastruktur und Gesetzen ab. In Deutschland sind alternative Währungen vor allem als Spekulationsobjekt bekannt.

Chancen von Bitcoin

Bitcoin bietet Potenzial:

  • Unabhängigkeit: Es funktioniert ohne Banken oder Staaten, was Menschen anspricht, die zentrale Kontrolle umgehen wollen.
  • Knappheit: Mit nur 21 Millionen Bitcoins könnte der Wert steigen, wenn die Nachfrage wächst – ein Thema in Krisenzeiten wie April 2025.
  • Innovation: Bitcoin hat die Blockchain populär gemacht, die auch in Logistik oder Datenverwaltung genutzt wird.
  • Globale Reichweite: Es kann überall genutzt werden, wo es Internet gibt, was in Ländern mit schwachen Währungen nützlich sein könnte.

Beispiel: In Venezuela nutzen manche Bitcoin, um Ersparnisse vor Hyperinflation zu schützen, da es stabiler wirkt als die Landeswährung.

Risiken von Bitcoin

Es gibt erhebliche Nachteile:

  • Volatilität: Der Preis schwankt stark. Anfang April 2025 fiel Bitcoin binnen Tagen um mehrere Tausend Euro, getrieben von Börsenpanik.
  • Verlustgefahr: Wer seinen privaten Schlüssel verliert, verliert seine Bitcoins unwiderruflich. Hacks oder Betrug sind ebenfalls Risiken.
  • Komplexität: Die Technik ist ungewohnt, und Fehler wie falsche Adressen können teuer sein.
  • Energieverbrauch: Mining verbraucht viel Strom, was Fragen zur Umweltverträglichkeit aufwirft.
  • Regulierungen und Anonymität: Regierungen kämpfen mit der Anonymität, die Nachverfolgung erschwert. In der EU zielt die Verordnung MiCA (2025 aktiv) auf strengere Regeln gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Länder wie China haben Bitcoin zeitweise verboten, um Finanzflüsse zu kontrollieren. In Deutschland sorgte 2025 die Debatte über die Abschaffung der steuerfreien Haltefrist für Kryptogewinne für Unsicherheit – aktuell sind Gewinne nach einem Jahr steuerfrei, aber das könnte sich ändern.

Beispiel: Ein Investor hält Bitcoin ein Jahr, um Gewinne steuerfrei zu kassieren. Doch Vorschläge, diese Regel zu streichen, könnten ihn zwingen, Gewinne sofort zu versteuern – ein Risiko, das von Politik abhängt.

Die Dezentralität macht alternative Währungen für Staaten schwer kontrollierbar, besonders wegen anonymer Transaktionen, die illegale Aktivitäten erleichtern könnten.

Fazit

Bitcoin ist eine digitale Währung, die ohne zentrale Kontrolle auskommt. Geboren aus der Finanzkrise 2008, hat sie die Finanzwelt beeinflusst – als Zahlungsmittel, Wertaufbewahrung oder Spekulationsobjekt. Anfang April 2025, als die Börsen wankten, rückte sie wieder in den Fokus, da viele nach Alternativen suchten. Sie bietet Chancen wie Unabhängigkeit und Knappheit, aber auch Risiken wie Volatilität, Verlustgefahr und regulatorische Unsicherheit. Regierungen haben Probleme mit ihrer Anonymität, die Kontrolle erschwert – von Steuern bis Geldwäschebekämpfung. Die Frage, was passiert, wenn alle Coins geschürft sind, zeigt, dass die Zukunft ungewiss ist: Transaktionsgebühren sollen Miner motivieren, doch ob das reicht, wird sich zeigen. Ob alternative Währungen die Finanzwelt prägen oder verblassen, hängt von Technik, Akzeptanz und Politik ab.

Bitte beachten: Der Beitrag ist keine Finanz- oder Anlageberatung, er dient ausschließlich der neutralen Information über den Begriff „Bitcoin„. Der Blog verfolgt keinerlei Ziele im Bereich Finanzmarkt.

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