Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes
Familie in einer Stadtwohnung isst selbstgemachtes Brot bei Kerzenlicht, mit Vorräten für Krisenvorsorge im Hintergrund.

Krisenvorsorge in der Stadt – Skills statt Dosen

April 2025 Energiepreise immer noch sehr hoch, die Politik redet über man müsste Speicher oder vielleicht auch Alternativen. Kraftwerke werden zur Sicherheit schon mal gesprengt. Dafür redet Deutschland darüber „Kriegstüchtig“ zu werden. In den Meldungen liest man, dass Kinder in der Schule „Katastrophenübungen“ machen sollen. Krisenvorsorge ist wichtiger denn je.

Ratgeber „Krisenvorsorge“ des BBK

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) hat diverse Ratgeber zur Verfügung gestellt. Die eine oder andere Kommune bastelt an „Leuchtturmprojekten“ für den Blackout. Österreich ist eine Nummer weiter. Ob ein Blackout kommt oder nicht, das weiß ich auch nicht.

Doch wie viele Leute haben eine Hausratversicherung? Und wie viele Leute haben diese schon gebraucht? Also ist es doch nur legitim, sich über Krisenvorsorge zu unterhalten. Wir leben am Land. Hier ist das nicht wirklich ein Thema. Vorsorge ist hier der Normalfall. Man hat seine Vorräte, das war schon immer so. Doch wie sieht es in der Stadt aus?

Die durchschnittliche Familie mit 4 Personen lebt in Deutschland in Städten auf etwa 100 m2. Meist in Mehrfamilienhäusern mit Kellerabteil. Genau den Durchschnitt nehmen wir mal als Beispiel. Das BBK empfiehlt für 10 Tage Vorräte. Wobei die Listen mehr nach einer Einkaufsliste für den Weltuntergang ausschauen, als nach Vorratshaltung. Mein Gefühl sagt, habt Vorräte für mindestens 14 Tage. Haben ist immer besser als brauchen. Krisenvorsorge nicht als Last.

In den Städten haben im Krisenfall nicht nur 4 Personen das Problem, sondern 100 000 und mehr. Krisen können vielfältig sein. Es muss nicht der Blackout sein, es war schon Winter (Münsterland z. B.), es können Stürme, was auch immer passieren. Bei der Hausratversicherung fragt auch keiner nach möglichen Ursachen. Die hat man. Krisenvorsorge ist beim durchschnittlichen Stadtmenschen nicht auf der Tagesordnung. Man kann ja immer alles kaufen. Bis dann mal der Strom weg ist. Oder ein anderes Ereignis. Wer erinnert sich nicht noch an Corona, Ever Given im Suezkanal quer. Lieferketten unterbrochen.

Warum jetzt? Die Krise zwingt uns zum Umdenken

2021 war „Blackout“ ein Hype-Wort, heute ist es eine Möglichkeit. In der Stadt wird es schnell eng: kein Strom, kein Wasser aus dem Hahn, leere Regale. Das BBK in Deutschland hat eine Broschüre herausgegeben Bundesamt für Bevölkerungsschutz – Die Tipps darin sind, sagen wir speziell. 2 Liter Wasser pro Person und Tag, eindeutig zu wenig. Dann hat sich Spargel und Pilze als Konserven in den Vorschlägen für die Vorräte eingeschlichen. Ich würde sagen, das wären die letzten Konserven an die ich denken würde. Wenig Nährwert, für die Krisenvorsorge einfach nicht brauchbar.

Dann empfiehlt das BBK 2 Liter Wasser pro Person und Tag. Als Getränk und zum kochen. Was ist mit Hygiene? Hatte es nicht genau dieser Staat in den letzten Jahren mit seinem Hygienewahn? Gibt es hierfür jetzt schon Trockendusche? Also ist auch dieser Wert schlicht unbrauchbar. 4 Liter pro Person und Tag ist angemessen. Niemand weiß so genau wie lange es dauert. Also rechnen wir lieber mehr als wenn man am 6. Tag auf dem Trocknen sitzt.

2 Liter Wasser pro Tag?

80 Liter Wasser und 58 kg Dosen für vier Personen, 10 Tage lang. Aber stell dir das vor: 80 kg Wasser – acht Kanister – und ein Haufen Dosen in deiner Wohnung, ohne Platz, ohne Plan. Nach 10 Tagen? Ein Müllberg und kaltes Essen, wenn der Strom weg ist. Das ist nicht nachhaltig, nicht günstig – und gesund? Fraglich, mit all den Füllstoffen. Und passt es in meinen Lebensablauf oder lagere ich nur Dinge ein, die ich nach einer gewissen Zeit einfach wegwerfen kann?

Ich habe überlegt und aus meiner eigenen Erfahrung ein paar Tipps zusammengestellt. Krisenvorsorge in den normalen Lebensablauf integriert. Man kauft nicht irgendwas – stur nach einer Liste die sich jemand ausgedacht hat, sondern man stellt erstmal fest und überlegt. Nicht die zig Dosen Ravioli, wir wollen nicht zum Campingurlaub. Sicher keinen Spargel. Oma hat nicht ihre Geburtstagsfeier und möchte Spargelröllchen (was wiederum am Kochschinken scheitern würde). Wir nutzen unsere Fähigkeiten, lagern uns Grundnahrungsmittel ein und machen uns Lebensmittel selbst haltbar. So wird selbst die Krisenvorsorge zum Schlemmerbuffet. Am Ende hat man dann auch noch Geld gespart und nicht die Mülltonne gefüllt.

Wohnung zu klein – aber im Kellerabteil ist Platz

Die durchschnittliche Wohnung ist zu klein für große Vorratshaltung. Wer hat schon den Platz für 20 Kanister mit Wasser? Das wäre ein toller Tipp, aber an der Lebenspraxis brachial vorbei. Krisenvorsorge soll nicht das Leben bestimmen, sondern im Notfall helfen. Die meisten Wohnungen haben ein Kellerabteil. Das ist ideal für die Vorratshaltung. Meist relativ kühl und immer dunkel. Aus meiner letzten Tätigkeit sind mir Kellerabteile bekannt. Und mir ist es ein Rätsel, warum man Dinge die man nicht mehr braucht, erst in den Keller schleppt und nicht gleich entsorgt. Also Platz schaffen im Keller und schon geht es los.

Kellerabteil mit Wasser, Gläsern und Mehl, ideal für Krisenvorsorge in der Stadt.
Kellerabteil: Dein Versteck für Krisenvorsorge.

Was brauchst du wirklich? 14 Tage für vier Personen

Um für die Krisenvorsorge fit zu sein, müssen wir erstmal schauen was wir brauchen. Eine Familie 2 Erwachsene, 2 Kinder. Ich beschränke mich hier jetzt nur auf die Ernährung. Ich will den Blogbeitrag nicht überfrachten. Am Ende stelle ich dann eine Liste zum kostenlosen Download bereit. Die könnt Ihr gerne mit der Liste des BBK vergleichen und den persönlichen Vorrat für Euch daraus entwickeln. Ihr müsst letztendlich entscheiden was ihr einlagert, was ihr in Euer Leben einbaut.

Wasser das existentielle Gut:

  • 4 Liter pro Person am Tag – 1,5 Liter Trinken, 1,5 Liter Kochen, 1 Liter Händewaschen. Das sind 16 Liter täglich für vier Personen. Über 14 Tage? 230 Liter – und ja, das sind 230 kg. Die Menge packt man nicht eben mal in den Küchenschrank. Das Gewicht vergisst man gern, aber wir kriegen das unter. Das BBK empfiehlt 2 Liter pro Person und Tag, aber das kann knapp werden. Dauert es dann doch 12 Tage, sitzt ihr auf dem Trockenen.

Nahrungsmittel:

  • 2000 Kalorien pro Person und Tag – weniger als die 2200 vom BBK, aber genug, um satt zu bleiben. Zudem setzen wir nicht auf Dosen mit Füllstoffen, sondern auf ausgewogene Ernährung. Das macht 8000 Kalorien am Tag für vier, über 14 Tage 112.000 Kalorien total. Kein Luxus, aber Energie, die dich durchbringt.

Grundnahrungsmittel und Selbst haltbar gemacht: Dein Vorrat

Statt Dosen zu kaufen, setzen wir auf Rohstoffe und Sachen, die du selbst machen kannst – mit einem kleinen Mix aus gekauftem Zeug, das Sinn ergibt. Ich habe es im ersten Beitrag Haltbar machen von Lebensmitteln ohne Energieverbrauch beschrieben – hier kommt der Plan für 14 Tage.

Grundnahrungsmittel:

  • Mehl: 300 bis 400 Gramm pro Person am Tag – fast 2500 Kalorien pro Kilo. Für vier Personen 1,5 kg täglich, über 14 Tage 20 kg. Das wird Brot, Pfannkuchen, Fladen – alles, was satt macht. Ideal als Vollkornmehl. Da sind alle wichtigen Mineralstoffe enthalten. Das hält lange satt und füllt nicht nur den Bauch. Weizenvollkornmehl, 2,5 kg hier bei Amazon kaufen, mit Roggenvollkornmehl kann man Brot backen (hier ein einfaches Brotrezept: Einfaches Bauernbrot Rezept: verträgliches Brot – im Gusstopf selbst gebacken). Das hält satt und verdirbt nicht schnell.
    • Kosten: 1 kg = 3,60 €, macht 72 €.
    • Rotation: Mehl hält 1–2 Jahre, kühl und dunkel – back regelmäßig Brot, Pfannkuchen, etc.
  • Eier: Eier sind ein tolles Lebensmittel und extrem vielfältig nutzbar. Keine Sorge, Eier wenn man frisch kauft, halten locker 30 Tage. Kuchen backen, Pfannkuchen, Rührei, Spiegelei, zum panieren, als gekochtes Ei, etc. 120 Eier im Monat für 4 Personen ist nicht übertrieben.
    2 pro Person und Tag – 140 Kalorien, Eiweiß und Fett. Das sind 8 am Tag, für 14 Tage 112 Eier. Kosten 10 Eier 2,50 Euro – macht etwa 28 Euro. Nicht zusätzlich, sondern einfach immer wieder aus dem Budget für die Nahrungsmittel.
  • Fette: Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger, Kalorienreich und extrem vielseitig. Als Öl (Rapsöl, Sonnenblumenöl), Butter, Pflanzenfett. Auch das lagert man nicht sinnlos ein, sondern schafft sich einen Vorrat an, der dann verfügbar ist, verbraucht wird und immer wieder nachgefüllt wird.
    40 Gramm pro Person – Öl oder Butter, 360 Kalorien pro 100 Gramm. Für vier Personen 160 Gramm am Tag, über 14 Tage 2,24 kg – sagen wir 2,5 kg.
    • Kosten: 1 kg = 10 €, macht 25 €.
    • Rotation: Rapsöl, Butter, Pflanzenmargarine (hält auch ohne Kühlung)
  • Salz: 5 Gramm pro Person – kein Kalorienbeitrag, aber essenziell für Geschmack und Konservierung. Für vier Personen 20 Gramm am Tag, über 14 Tage 0,28 kg – sagen wir 0,5 kg. 1 kg Salz sollte immer im Haushalt verfügbar sein. Kosten: 1 kg = 0,50 €, macht 0,25 € (gerundet 1 €). Rotation: Ewig haltbar – nutz es täglich, kauf nach Bedarf.
  • Zucker: 50 Gramm pro Person – 200 Kalorien, für Energie und Geschmack. Für vier Personen 200 Gramm am Tag, über 14 Tage 2,8 kg – sagen wir 3 kg.
  • Kosten: 1 kg = 1 €, macht 3 €.
  • Dazu noch 1 oder 2 Gläser Honig. Hält ewige Zeiten. Zum süßen von Tee, als Aufstrich für Pfannkuchen oder als Süßigkeit für Kinder. Zucker für den Kaffee, für Pfannkuchen, für alles mögliche

Jetzt kann schon fast nicht mehr viel schiefgehen. Früher haben die Bauern oftmals tagelang genau von diesen Grundzutaten gelebt. Und die mussten schwer arbeiten. Da gab es das „Muß“. Ein Brei aus Fett, Mehl und Zucker. Wir können Brot backen, Pfannkuchen machen, etc.

Vorratsschrank mit Gläsern und getrockneten Lebensmitteln, zeigt Ergebnisse verschiedener Methoden zum Haltbar machen ohne Energie.
Fazit: So bleibt alles haltbar gemacht – nachhaltig und stromfrei.

Selbst haltbar gemacht:

Hier wird es Premium. Statt eine Dosenparade mit fragwürdigen Füllstoffen für die schnelle Sättigung, setzen wir auf hochwertige Lebensmittel für die Gesundheit. Besonders in Krisenzeiten muss man sich nicht mit problematischen Zusatzstoffen die Verdauung ruinieren. Der Stress alleine reicht schon. Kommen dann noch Blähungen dazu, wird es zum Horrortrip. Krisenvorsorge ist auch Gesundheitsvorsorge.

  • Eingemachtes: 250 Gramm pro Person – 125–200 Kalorien. Für vier Personen 1 kg täglich, über 14 Tage 14 kg – 28 Gläser à 500 Gramm. Sauerkraut aus Weißkohl, Gemüsebrühe aus Resten, Marmelade aus Erdbeeren, Pflaumen, Pfirsichen. Fermentierte Gemüse halten den Darm fit und schmecken. Man hat praktisch frisches Gemüse – alles stromfrei haltbar, wie im ersten Beitrag beschrieben.
    • Kosten: Weißkohl (1 kg = 1 €), Salz (0,50 €) – 1 Glas = ca. 0,75 €, macht 21 €.
    • Rotation: Jahre haltbar – das baut sich im Laufe der Zeit auf. Hier zum Download ein Saisonkalender für die Selbstversorgung durch Fermentation Kauf ein wenn es reif ist und mach es haltbar. Das spart Geld und ist gesünder als der Industriepampf.
  • Trockenfrüchte: 50 Gramm pro Person – 200 Kalorien. Das sind 200 Gramm am Tag, über 14 Tage 2,8 kg – Äpfel, Nüsse, was du trocknen kannst.
    • Kosten: 1 kg = 5 €, macht 14 €.
    • Rotation: 1–2 Jahre haltbar – snack zwischendurch, kauf nach.
  • Getrocknete Lebensmittel: 50 Gramm pro Person – ca. 150–200 Kalorien. Für vier Personen 200 Gramm am Tag, über 14 Tage rund 2,8 kg – Gemüse, Kartoffeln, Kräuter, Obst.
    • Kosten: ca. 1 kg = 6 €, macht 17 €.
    • Rotation: 2–3 Jahre haltbar, stromfrei, leicht und platzsparend – ideal, wenn man im Notfall mobil bleiben muss.

Gekaufte Basics (Mix):

  • Dosen: 1 Dose (400 g) pro Tag für vier – über 14 Tage 14 Dosen, 5,6 kg. Einfach, günstig, keine Füllstoffe – die Industrie macht hier nichts kaputt. Gemüse ohne Verarbeitung kommen direkt vom Feld in die Dosen. Das ist in Ordnung. Die sind nicht mit Salz und Zucker aufgeschwemmt. Erbsen, Mais, Bohnen. Wenn Du es nicht selbst anbaust, eine gute Alternative.
    • Kosten: 1 Dose = 1 €, macht 14 €.
    • Rotation: Jahre haltbar – kauf, iss, ersetze.

Total:

  • Gewicht: 52 kg (20 kg Mehl, 5,6 kg Eier, 2,5 kg Fette, 0,5 kg Salz, 3 kg Zucker, 14 kg Eingemachtes, 2,8 kg Trockenfrüchte, 5,6 kg Dosen).
  • Kosten: 130 € – günstiger als BBK (160 €), nachhaltig, gesund.
  • Kalorien: Ca. 122.000 – deckt 112.000 nötige Kalorien, mit Puffer.

Dazu kann man noch Joghurt selbst herstellen. In Gläsern im Kühlschrank hält das ohne Probleme über 3 bis 6 Monate. Fällt der Strom aus, an einem kühlen Ort bleibt es auch noch 10 Tage frisch. Etwas eingelegtes Obst oder Marmelade, vielleicht Honig untergemischt. Schmeckt und die Krisenvorsorge macht Spaß.

Beispiel: Die Müllers – zwei Erwachsene, zwei Kinder – sitzen in ihrer Wohnung. Sie rühren 1 kg Mehl mit Wasser und vier Eiern an, braten Pfannkuchen mit einem Schuss Öl – 3000 Kalorien. Ein Glas eingelegte Erdbeeren oder Kirschen (500 g) und Joghurt mit Honig dazu – 600 Kalorien mehr. Macht 3600 Kalorien – jeder kriegt 900, die Kinder schlafen satt ein. Rotation? Sie essen monatlich ein Glas Sauerkraut, kaufen Eier nach – nichts wird schlecht.

Getrocknete Kartoffeln mit getrocknetem Gemüse in Wasser quellen lassen, erhitzt, mit Salz, Kräutern gewürzt. Fertig ist die Kartoffelsuppe. Ein Bockwürstchen im Glas eingeschnitten (Das Wurstwasser kann als Fonds genutzt werden), dazu noch Reibekuchen gebacken. So macht Krise Spaß.

Wasser lagern und frisch halten: 230 kg schlau verteilt

Wasser ist der größte Brocken – 230 Liter sind 230 kg, das spürst du, wenn du’s schleppst. Aber in der Stadt kriegst du das hin. Natürlich nicht in der Wohnung. Wer hat schon Platz für 23 Kanister mit Wasser? Aber geh davon aus, dass bei einem Stromausfall, ja sogar bei einem Hochwasser die Wasserversorgung schnell ausfällt. Da kommt nichts mehr aus dem Hahn. Bei Hochwasser vielleicht nur dreckige Brühe. Die Menge einzulagern ist kein finanzieller Akt. Hat man kein Wasser, können wir uns die tollen Lebensmittel auch sparen.

Lagerung:

  • Kellerabteil: 5 m² – meist voll mit altem Zeug. Räum ein bisschen Platz, und du kannst 230 Liter – 230 kg – lagern. Das sind 23 Kanister à 10 Liter – jeder 10 kg – unter einem Regal oder hinter Kisten versteckt. Hier gibt es 10l-Faltkanister im 4er Pack: bei Amazon kaufen
  • Wohnung: 10 Liter Trinkwasser in Flaschen – 10 kg – in der 100-m²-Wohnung. Auch 20 Liter Wasser zu haben ist sicher kein Drama.

Frisch halten:

Wasser einlagern ist der eine Punkt. Nur ist auch Leitungswasser nicht lange lagerbar. Man kann natürlich wöchentlich das Wasser wechseln. Aber so wird die Krisenvorsorge zum Aufwand. Das macht wieder niemand. Also hält man das Wasser einfach für 6 Monate frisch, dann wird es gewechselt. Gerade Keime im Wasser sind nicht zu unterschätzen. Sie können Übelkeit, Durchfall, etc. auslösen. Bei der Krisenvorsorge das Letzte was man braucht.

Hofft nicht auf die öffentliche Wasserversorgung. Es gibt in den Städten sog. Notbrunnen. Doch da stehen dann wahrscheinlich hunderte Menschen an.

  • Micropur: Kleine Tabletten (bei Amazon kaufen) – 1 pro Liter, 224 Stück für 5 Euro. Füll Leitungswasser in die Kanister, Micropur rein – hält 6 Monate. Alle halbe Jahr tauschen – kostet fast nichts, spart Plastikflaschen.
  • Filter: Ein Katadyn Pocket filtert 50.000 Liter – falls du Regenwasser vom Balkon brauchst. Aber pass auf: „Schlepp das durch die Straße, und die Nachbarn klopfen an.“

Beispiel: Die Müllers haben 24 Kanister – 240 kg – im Keller, hinter einer alten Kommode versteckt. Mit Micropur ist das Wasser frisch, und sie tauschen es halbjährlich – letztes Mal haben sie’s zum Gießen genommen, bevor es neu gefüllt wurde. Günstig, nachhaltig – und sicher.

Familie in einer Stadtwohnung isst selbstgemachtes Brot bei Kerzenlicht, mit Vorräten für Krisenvorsorge im Hintergrund.

Wasser hat oberste Priorität. Im Zweifel kann ich Mehl mit Wasser anrühren. Aber ohne Wasser ist nach 3 Tagen Ende der Krise.

Kochen ohne Strom: Gaskocher macht es warm

Ohne Strom bleibt der Herd kalt – aber du wirst nicht hungern. Ich überlege immer nicht lange wie ich zu Strom komme, sondern wie ich ohne Strom alles erreichen kann. Krisenvorsorge ist mehr als nur Essen einlagern.

Gaskocher:

  • Setup: Ein Campinggaskocher – klein wie ein Brotkasten. hier bei Amazon kaufen Für den Kocher gibt es auch Heizaufsätze oder Grillplatten. Dazu Gaskartuschen – 220 Gramm pro Stück, jede reicht 3–4 Stunden. Für 14 Tage brauchst du 1 Stunde täglich – Frühstück und Abendessen. Das sind 14 Stunden, also 4–5 Kartuschen – 1 bis 1,1 kg, 10–15 Euro. Passt in eine Ecke. Hier bei Amazon kaufen Die Kartuschen sind genormt und passen auf alle handelsüblichen Kocher oder Brenner mit dem System. Allerdings ist es nur Butan-Gas und braucht eine Mindesttemperatur von 5°C.
  • Sicherheit: Ein CO-Warnmelder – mit Batterie – ist ein Muss. Kohlenmonoxid ist unsichtbar, aber der piept, bevor es gefährlich wird. Fenster auf beim Kochen – besonders im Keller.
  • Beispiel: die Müllers machen Fladenbrot: 1 kg Mehl mit Wasser verkneten, auf dem Gaskocher braten – 15 Minuten, 3500 Kalorien. Eine Kartusche hält das aus – warmes Brot hebt die Stimmung.

Ohne Gaskocher:

  • Kalt: Eier mit Mehl mischen – roher Teig, nicht lecker, aber Energie. Sauerkraut aus dem Glas, Erbsen dazu – kalt, aber sättigend.
  • Notlösung: Teelichter – 10 Stück unter einem Topf, Brühe warm machen. Langsam, aber besser als nichts. Aber keine Wunderlösung. Ein Teelicht hat etwa 40 Watt. Der Gaskocher weit über 1000 Watt. Zudem die Gefahr von Wachsbränden.
  • Rotation: Gaskocher und Kartuschen für Notfälle – im Alltag kochst du normal, Kartuschen bleiben frisch.

Krisenvorsorge: Warum jetzt zählt jeder Cent

Die Nachrichten sind voll davon: Energiepreise explodieren, Aktien stürzen ab – der nächste Stromausfall kommt schneller, als du denkst. In der Stadt wird’s düster: kein Strom, kein Wasser aus dem Hahn, leere Regale. Das BBK sagt 138 kg für 10 Tage – 160 Euro, kalt und weggeworfen. Ich sag: 230 Liter Wasser – 230 kg – und 56 kg Vorräte für 14 Tage – 130 Euro, warm, gesund, nachhaltig. Mit Gaskocher und Micropur bleibst du flexibel – keine Panik, kein Müll.

Hier die kostenlose Liste zum Download: Krisenvorsorge in der Stadt – 14 Tage Skills statt Dosen

Fazit: 14 Tage leben, nicht nur überleben

Stell dir vor: Tag 14, kein Strom, aber du sitzt mit deiner Familie am Tisch – warme Pfannkuchen aus Mehl und Eiern, ein Glas selbstgemachte Brühe, Wasser aus dem Kanister. Das BBK sagt 10 Tage mit Dosen – teuer, kalt, wegwerfbar. Ich sag 14 Tage Krisenvorsorge mit Köpfchen – Vorräte, die du einfach ins Leben einbaust. Der Gaskocher brummt, der CO-Warnmelder schweigt – du bist sicher. Rotation hält es frisch, Skills machen es günstig – die Krise kann kommen. Wie sorgst du vor? Schreib es in die Kommentare!

Newsletter-Anmeldung

Willst du keine interessanten Infos mehr verpassen? Melde dich einfach unten zum kostenlosen Newsletter an. Einmal pro Woche versende ich ihn mit den aktuellen Beiträgen und interessanten Zusatzinfos. Kein täglicher Spam, nur kompakte Informationen.