Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes
Beitragsbild für Blogpost: Ein deutsches Paar wird bei einem Dorffest von Einheimischen willkommen geheißen, mit traditionellen Dekorationen und einem ‚Willkommen!‘-Banner – Integration beim Auswandern.

Integration beim Auswandern – Tipps für Deutsche im Ausland

Wenn Deutsche auswandern, denken sie oft: „Was hat das Land zu bieten?“ oder „Ich will das, das, das nicht.“ In vielen Posts habe ich das gelesen. Mir ist nicht ein Post in zahlreichen Foren aufgefallen, der die Frage gestellt hat, „Wollen die mich überhaupt?“ „Was erwartet die Gastgesellschaft von mir?“ Als Auswanderer bin ich erstmal Gast. Die Gastgesellschaft gewährt mir Gastfreundschaft. Aber daraus kann ich keine Ansprüche ableiten. Integration beim Auswandern sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Ich habe zu liefern. Ich habe mich zu integrieren, die Gastgesellschaft ist schon eine Familie. Wir sind seit 2021 fest in Tschechien. Ich habe Einheimische gefragt, was sie von Einwanderern erwarten, wenn der Deutsche einwandern – und ihre Antworten sind ein Weckruf für alle, die auswandern wollen. Spoiler: Integration beim Auswandern ist alles, und Ausreden zählen nicht. Ob du auswandern willst oder nur flüchtest, kannst nur du selbst beantworten. Ich habe ein paar Fragen dazu im Blogbeitrag gesammelt: Auswandern aus Deutschland: Wohin und Wie?

Fragen und Antworten von Einheimischen

Ich habe mir die Antworten eines Einheimischen angeschaut – nicht, weil ich selbst in einem bestimmten Land lebe, sondern weil ich wissen wollte, wie Gastgesellschaften denken. Die Ergebnisse sind klar: Einwanderer sind willkommen, aber nur unter Bedingungen. Wer sich abgrenzt, ausnutzt oder sich nicht anpasst, wird schnell skeptisch beäugt. „Wir helfen gerne, aber nur, wenn du dich bemühst“, sagt ein Einheimischer. Das bedeutet: Zeig Eigeninitiative, sei hilfsbereit und respektiere die Kultur – dann bist du willkommen. Wenn du jedoch nur nimmst, ohne zu geben, oder dich in deiner deutschen Bubble versteckst, wirst du auf Distanz gehalten. Das ist ein wichtiger Punkt: Einheimische wollen sehen, dass du Teil ihrer Welt werden möchtest, nicht nur ein Besucher, der seine alten Gewohnheiten mitbringt.

Was solltest Du mitbringen?

Was solltest du also mitbringen, wenn du auswandern willst? Einheimische haben klare Erwartungen: Mut, Ausdauer und die Bereitschaft, dich einzubringen. „Wir unterstützen, wenn du dich engagierst – aber nicht, wenn du nur nimmst“, lautet die Botschaft. Das heißt: Komm mit einem Plan, sei bereit, dich anzupassen, und lass dich nicht entmutigen. Ausreden wie „Ich bin zu alt“, „Das ist zu schwer“ oder „Ich habe keine Zeit“ zählen nicht. Einheimische erwarten, dass du dich aktiv in die Gesellschaft einbringst – sei es durch Arbeit, Nachbarschaftshilfe oder einfach dadurch, dass du dich für ihre Kultur interessierst. Das ist eine klare Botschaft: Selbstbestimmung ist gefragt, und wer nur auf andere wartet, wird nicht weit kommen.

Integration beim Auswandern – Du musst Dich integrieren

Integration beim Auswandern ist der Schlüssel – und das bedeutet mehr, als nur im neuen Land zu wohnen. Einheimische erwarten, dass du dich in die Gemeinschaft einbringst. Besuche lokale Veranstaltungen, lerne die Sprache, und zeig Interesse an der Kultur. „Wir wollen deine Pläne und Absichten kennen“, sagt ein Einheimischer. Das heißt: Sei offen, kommuniziere, und zeig, dass du dazugehören möchtest. Wenn du dich abgrenzt – etwa indem du nur in deutschen Kreisen bleibst –, wirst du Distanz ernten. Deutsche Gemeinschaften sind akzeptiert, aber nur, wenn du dich auch in die lokale Gesellschaft einbringst. Einheimische sind geduldig, aber sie erwarten, dass du dich bemühst. Wer sich isoliert, bleibt ein Fremder – und das ist genau das, was viele Auswanderer vermeiden sollten.

Sprache ist Kommunikation

Die Sprache ist ein großes Thema, besonders in Ländern, deren Sprache für Deutsche eine Herausforderung ist. Einheimische wissen, dass ihre Sprache schwer sein kann, aber sie erwarten, dass du dich bemühst. Grundkenntnisse nach einem Jahr sind ein realistisches Ziel, und es gibt oft Hilfsangebote wie Kurse oder Bücher. „Sprich, sprich, sprich – auch wenn es nicht perfekt ist“, lautet der Rat. Sprache zeigt Respekt und öffnet Türen. Einheimische haben Geduld, solange sie sehen, dass du lernst. Wer sich weigert, die Sprache zu lernen, signalisiert Desinteresse – und das wird nicht gut ankommen. Sprache ist nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Zeichen, dass du wirklich dazugehören möchtest. Das ist ein zentraler Aspekt von Integration beim Auswandern, den du nicht unterschätzen solltest.

Lokale Kenntnisse sind wichtig

Ein weiterer Punkt: Lokale Kenntnisse sind entscheidend. Jeder Ort hat seine Besonderheiten – von Politik bis Bürokratie. „Informiere dich, bevor du kommst“, empfiehlt ein Einheimischer. Das bedeutet: Lerne die Regeln, verstehe die Gegebenheiten, und sprich mit Menschen vor Ort. Integration ist subjektiv – was in einer Stadt funktioniert, kann in einem Dorf ganz anders sein. Einheimische schätzen es, wenn du dich informierst und respektvoll mit ihren Gepflogenheiten umgehst. Wer einfach „einmarschiert“ und erwartet, dass alles nach seinen Wünschen läuft, wird schnell an Grenzen stoßen – und das meine ich nicht nur im übertragenen Sinne.

Was bedeutet das für dich als Auswanderer? Einheimische wollen nicht, dass du dich verbiegst, aber sie erwarten, dass du dich anpasst. Sie wollen sehen, dass du Teil ihrer Welt werden möchtest, nicht nur ein Gast, der seine alten Gewohnheiten mitbringt. Es bedeutet nicht, dass du alle alten Gewohnheiten ablegen sollst. Einheimische sind auch an deiner Kultur interessiert. Aber sie werden sie nicht komplett übernehmen. Unsere Nachbarn sind auch offen wenn wir unsere Gerichte anbieten, wenn wir erzählen wie es in unserer alten Heimat war. Aber das darf nicht zum Hauptthema werden. Kannst du mit der alten Heimat nicht abschließen, dann bleib dort.

Auswandern ist Neuanfang

Das ist ein wichtiger Unterschied: Auswandern ist kein Urlaub, sondern ein Neuanfang, der Respekt und Engagement erfordert. Einheimische sind bereit, dir zu helfen – aber nur, wenn du bereit bist, dich einzubringen. Wer sich abgrenzt, ausnutzt oder sich nicht anpasst, wird schnell merken, dass er nicht dazugehört. Das ist eine klare Botschaft: Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass du machen kannst, was du willst – es bedeutet, Verantwortung für dein neues Leben zu übernehmen.

Integriere dich als Auswanderer im sozialen Umfeld

Ein Beispiel: Stell dir vor, du ziehst in ein kleines Dorf, wo jeder jeden kennt. Wenn du dich nie blicken lässt, nie grüßt und nur in deiner deutschen Bubble bleibst, wirst du immer der Fremde sein. Aber wenn du zum Dorffest gehst, ein paar Worte in der Landessprache sprichst und dich für die Traditionen interessierst, wirst du schnell akzeptiert. Einheimische wollen sehen, dass du dazugehören möchtest – und das bedeutet, dass du dich öffnen musst. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn die Sprache schwer ist oder die Kultur fremd erscheint. Aber genau das macht den Unterschied: Wer sich bemüht, wird belohnt – mit Akzeptanz, Freundschaft und einem neuen Zuhause.

Bild für Blogpost: Eine deutsche Familie kauft auf einem traditionellen Markt frische Produkte von einem lokalen Verkäufer – Integration beim Auswandern.
Integration beim Auswandern: Eine deutsche Familie lernt die lokale Kultur auf einem traditionellen Markt kennen.

Ein Zuhause oder einfach ein Wohnort?

Ein weiterer Punkt, den Einheimische betonen: Sei nicht entmutigt, wenn es schwer wird. Auswandern ist ein großer Schritt, und es gibt immer Herausforderungen – sei es die Sprache, die Bürokratie oder einfach das Gefühl, fremd zu sein. Aber Einheimische schätzen es, wenn du durchhältst. „Mut und Ausdauer“, sagen sie. Das bedeutet: Gib nicht auf, auch wenn es nicht sofort klappt. Auswandern ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wer sich entmutigen lässt und aufgibt, wird es schwer haben, sich einzuleben. Aber wer dranbleibt, wird belohnt – mit einem neuen Leben, das wirklich deins ist.

Kultur und Regeln – des Gastlandes!

Was kannst du also tun, um dich vorzubereiten und die Integration Auswandern zu meistern? Informiere dich vorab: Lerne die Kultur, die Regeln und die Gegebenheiten kennen. Sprich mit Menschen vor Ort – sie sind oft die beste Quelle für praktische Tipps. Lerne die Sprache, auch wenn es nur Grundkenntnisse sind. Zeig Interesse an der Gemeinschaft: Besuche Veranstaltungen, grüße deine Nachbarn, und sei offen für Neues. Und vor allem: Komm mit einem Plan, aber sei flexibel. Einheimische schätzen es, wenn du weißt, was du willst – aber auch, wenn du bereit bist, dich anzupassen. Auswandern ist ein Neuanfang, und der beginnt mit Respekt und Engagement.

Fazit

Ein letzter Gedanke: Einheimische sind nicht deine Feinde – sie sind deine neuen Nachbarn. Sie wollen dich kennenlernen, aber sie erwarten, dass du dich einbringst. Wer nur nimmt, ohne zu geben, wird schnell merken, dass er allein bleibt. Aber wer sich anpasst, sich bemüht und respektvoll ist, wird ein neues Zuhause finden. Das ist die Botschaft, die ich aus den Antworten der Einheimischen mitnehme: Integration ist alles, und Ausreden zählen nicht. Mit der richtigen Herangehensweise bei der Integration Auswandern kannst du den ersten Schritt zu einem neuen Leben machen.

Es liegt nur an dir selbst. Aus meiner Erfahrung sind Einheimische überall sehr hilfsbereit. Aber sie machen nicht deine Sekretäre. Auch wir haben nach 5 Jahren immer noch offene Fragen. Viele klären wir selbst, mit anderen Fragen gehen wir zu Nachbarn, etc. Sie wollen jedoch sehen dass du dich bemühst. Und es ist nicht nur nehmen, es ist auch geben! Wie man in den Wald ruft, ein Sprichwort, welches du zu Herzen nehmen solltest. Und der Deutsche hat es nicht erfunden. Auch andere Länder sind nicht dumm.

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