Ein ganzes Regal im Supermarkt nur Packungen mit getrockneten Fertiggerichten. Es gibt alles was man sich denken kann. Von der Gemüsebrühe, über Suppen in allen Geschmacksrichtungen, Soßen, bis hin zu kompletten Fertiggerichten. Wasser dran, aufkochen, fertig. Fertigprodukte für 99 Cent, Asiatische Kräuter? Kräutermischungen, die „Mediterranes Feeling“ versprechen. Praktisch, schnell. Aber irgendwas stimmt nicht. Ich habe mich gefragt: Ist das Essen, das meinen Körper nährt, oder ein Trick, der die Industrie reich macht? Ich habe mir die Zutatenlisten der Lebensmittel einmal angeschaut. Ohne Vorurteile, was wird uns da verkauft? Als Bonus habe ich eine Liste der wichtigsten E-Nummern zum Download erstellt.
Ein Blick auf die Päckchen: Was kostet Bequemlichkeit?
Ein Päckchen Soße für 79 Cent, eine Tütensuppe für 1,29 Euro – günstig, keine Frage. 2023 wurden in Deutschland über 150.000 Tonnen Trockenmischungen verkauft. Warum so billig? Weil Stärke, Salz und Aromen fast nichts kosten. Die Gewinnmarge liegt bei über 50 Prozent – ein Geschäft, das läuft, aber nicht für uns. Wenige Hersteller wie Nestlé mit Maggi oder Unilever mit Knorr teilen sich den Markt, unterstützt von Discounter-Eigenmarken. Der Green Deal der EU fördert das: Strengere Regeln machen echte Zutaten teuer, Landwirte geben auf, Konzerne füllen die Lücke mit Chemie. Die EU verschleiert die Zutatenlise Lebensmittel für die Konzerne. Wenn wir nicht aufpassen, bestimmen bald drei Konzerne, was wir essen. Müssen wir das mitmachen?
Zutatenliste Lebensmittel: Was steckt wirklich drin?
Ich hab mir Zeit genommen, die Zutatenliste Lebensmittel wie Tütensuppen anzuschauen – nicht als Pflicht, sondern als Entdeckung. Die Schrift ist winzig, die Begriffe fremd, aber mit etwas Geduld und Recherche wird es klar: Das ist mehr Labor als Küche. Lass uns das durchgehen:
Maisstärke und Weizenmehl
Maisstärke und Weizenmehl stehen vorne dran, was vorne steht ist mehr drin, steht es hinten, ist es weniger. Wie viel davon? Das bleibt Geheimnis des Herstellers. Füllstoffe, die dick machen, aber nicht satt. Dann Salz, viel Salz. Eine Tütensuppe kann 2 Gramm pro Portion haben, fast die Hälfte des Tagesbedarfs. Man spürt es: Nach so einer Suppe fühle man sich aufgebläht. Auf der Nährwerttabelle steht „Natrium“ – 1 Gramm sind 2,5 Gramm Salz. Über 0,8 Gramm? Alarm – das ist der Tagesbedarf.
Glutamat statt Geschmack
Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat (E621) folgen. Es macht fade Stärke „lecker“ – fermentiert aus Mais, pure Chemie. Interessieren dich mehr E-Nummern? Lade meine Liste runter: E-Nummern-PDF. Aromen kommen dazu – „natürlich“ oder künstlich, selten mit echtem Fleisch oder Gemüse. Steht nicht Huhn oder das spezielle Gemüse auf der Liste, ist es nicht drin. Die Industrie braut das im Labor. Eine „Hühnernudel“-Suppe? Hühneraroma, kein Huhn. Zuckerkulör (E150) täuscht Farbe vor. Die war nicht mal in der Nähe eines Huhns.
Palmöl statt Regenwald

Zucker schleicht sich als Dextrose oder Maltodextrin ein. Würde der „Verbraucherschutz“ der EU das Zucker nennen, wüsste es auch jeder Verbraucher. Aber die EU schützt Konzerne vor dem Verbraucher. Nicht süß, aber der Blutzucker spürt es – ein Hoch, dann ein Tief. Verdauung fährt Achterbahn. Und da liegt das Problem. Fett? Meist Palmöl. Es macht die Soße cremig, aber halb Südostasien wird dafür gerodet: Regenwälder in Indonesien und Malaysia weg, Orang-Utans vertrieben, CO₂-Speicher zerstört – für ein paar Cent. „Nachhaltig“? Oft Greenwashing, der heimische Raps wird im Motor verheizt.
Fertigkräutermischungen sind der Gipfel. „Italienische Kräuter“: 38 Prozent Salz, Kräuter wie Oregano nur Spuren. Salz führt, Kräuter hinten. Das ist kein Gewürz, das ist Salz mit Pünktchen. „Kräuter der Provence“ das gleiche Spiel. Das ist nicht Provence, das ist Labor. Vorne drauf lügt das Lavendelfeld. Die Zutatenliste Lebensmittel in Mikroschrift hinten drauf. Warum machen wir das mit? Ist uns die Gesundheit nichts wert? Zahlen wir das lieber an die Krankenkassen?
Der Spaß kostet uns pro Jahr geschätzt 20 bis 22 Milliarden Euro für die Behandlungen dagegen. Weil viele sagen, „keine Zeit – habe Karriere“ – für die Wirtschaft liegt der Schaden bei geschätzt: 250 bis 300 Milliarden Euro – pro Jahr! Die Lebensmittelkonzerne setzen geschätzt 12 Milliarden Euro pro Jahr mit Fertigpackungen um und machen etwa 6 Milliarden Gewinn. Wir investieren als Gesellschaft 40 – 50 Euro in Form von Krankheit und Kosten, damit die Lebensmittelkonzerne einen Euro Gewinn machen. Ok, die Pharmaindustrie will auch leben. Du nicht?
Bücher, die den Blick schärfen
Wer tiefer graben will, findet hier etwas Handfestes – keine Industrie-Sprechpuppen, sondern Bücher, die Klartext reden. Ich habe recherchiert und drei Werke rausgesucht. Autoren wie ich bieten nicht nur Schlagzeilen, sondern echte Einsichten. Kauf über meine Links unterstützt meine Arbeit und die der Autoren – ohne Extrakosten für dich.
„Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden“ Kindle Ausgabe von Hans-Ulrich Grimm (Autor), Bernhard Ubbenhorst (Autor)
Das aktuelle Sachbuch zu chemischen Zusatzstoffen in unseren Nahrungsmitteln – überarbeitet und aktualisiert, ein Standardwerk zur Verbraucheraufklärung, das in jeden Haushalt gehört! Bei Amazon kaufen
„Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht“ Taschenbuch – 21. Januar 2013 von Dr. med. William Davis (Autor), Imke Brodersen (Übersetzer)
Brot, Gebäck, Pizza, Pasta – Weizen ist überall. Doch kaum jemand weiß, was für ein gesundheitsschädigender Dickmacher das Korn ist. Bei Amazon kaufen
„Bayerisches Kochbuch“ Gebundene Ausgabe – 1. April 2007 von Maria Hofmann (Autor), Helmut Lydtin (Autor)
Das Standardwerk mit über 1700 Grundrezepten ohne Päckchen und Tüten. Erprobt, bewährt, mit genauen Anleitungen – ein Muss für jeden Haushalt. Bei Amazon kaufen
Was passiert im Körper?
Die Zutatenliste Lebensmittel wie Tütensuppen ist nicht nur ein Etikett – sie wirkt. Zu viel Salz, 5 Gramm am Tag, treibt den Blutdruck hoch, belastet Herz und Nieren. Studien zeigen es: Schon 2 Gramm extra täglich erhöhen das Risiko für Bluthochdruck um 20 Prozent. Der Arzt kann Blutdrucksenker verkaufen, in den Toprängen der Medikamente. Du bekommst Tabletten, der Apotheker den neuen Porsche. Stärke und Zucker lassen den Blutzucker Achterbahn fahren – nach zwei Stunden knurrt der Magen wieder.
Geschmacksverstärker und Zusätze bringen den Darm durcheinander – Blähungen, Unwohlsein, wie ich es schon beim fettarmen Joghurt erlebt hab (siehe meinen Beitrag „Fettarm – Trick der Industrie oder gesund? “). Und Nährstoffe? Vitamine, Mineralien, gesunde Fette – Fehlanzeige. Der Körper hungert, obwohl der Teller voll war.
Ich habe es getestet: Eine Tütensuppe macht mich schlapp, träge. Aber eine selbst gekochte Brühe? Die gibt Energie, hält mich fit. Das ist kein Zufall – das ist Biologie, die nicht lügt. Für 50 Euro von den Kosten bekommst Du einen Eimer voll und die Industrie hat 1 Euro weniger. Dafür Du die Gesundheit. Außer Du findest es gut, dass die Pharma dadurch etwa 5 Milliarden Umsatz pro Jahr macht. Dann greif zu Fertigpäckchen. Was kostet nochmal eine Karotte? Wie sieht die Zutatenliste Lebensmittel dabei aus?
Die Industrie profitiert, wir zahlen drauf
Ein Päckchen kostet die Industrie vielleicht 10 Cent, wir zahlen das Achtfache. Wenige Konzerne kassieren, während wir Salz und Stärke schlucken. Achtsamkeit heißt für mich: Da spiele ich nicht mit. Es geht nicht nur ums Geld, sondern ums Wohlbefinden. Warum Chemie kaufen, wenn ich’s besser und günstiger machen kann?
Eine Alternative: Grundbrühe selbst machen
Ich habe mich hingesetzt und überlegt: Was ist die Lösung? Grundbrühe – simpel, ehrlich, echt. Keine Hektik, keine Tüten. So geht’s:

Ich sammle Gemüsereste – Karottenenden, Sellerieblätter, Lauchgrün. Dazu Knochen vom Huhn oder Rind, manchmal Pilze. Alles kommt in einen Topf, kaltes Wasser drüber, ein paar Pfefferkörner, ein Lorbeerblatt. Optional ein Stück Ingwer oder Knoblauch – je nach Lust. Dann lasse ich es 2-3 Stunden köcheln, im Schnellkochtopf reicht 1 Stunde. Absieben, fertig. Im Kühlschrank hält es 4-5 Tage, eingefroren in Eiswürfelbehältern Monate. Oder in Gläsern eingekocht über Jahre – ohne extra Energie. Kosten? Unter 1 Euro pro Liter. Geschmack? Intensiv, warm, echt – kein Päckchen kommt da ran.
Fazit: Achtsam statt Tüten
Die Zutatenliste Lebensmittel zeigt: Bequemlichkeit hat ihren Preis. Konzerne kassieren, wir füllen den Darm mit Müll. Aber wir können es ändern – mit Grundbrühe, mit Bewusstsein. Achtsamkeit heißt: Selber machen. Das Bayerische Kochbuch nutze ich selbst seit 30 Jahren. Echte Küche statt Plastikfutter. Was können wir unserem Leben mehr Gutes tun?
Die wichtigsten E-Nummern zum kostenlosen Download: Download PDF.
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Quellen:
- WHO: Salt intake – Zu viel Salz und Gesundheit.
- Greenpeace: Palmöl und Regenwald – Die Abholzung in Zahlen.
- DGE: Ernährungsempfehlungen – Was der Körper braucht.
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