Butterpreise 2,39 Euro für 250 Gramm. Tendenz steigend! Ich kenne sie noch für 89 Cent. Daneben „light“ „fettreduziert“ „fettarm“ Joghurt, Milch, Käse, Quark, Wurst. Man könnte meinen Fett bringt uns alle um. Mehr Gesundheit als in jeder Apotheke. Aber ist das auch wirklich gesund oder macht nur wieder jemand ein Geschäft? Ich hab nachgeforscht, hab recherchiert, hinter die Kulissen geschaut und Daten gesammelt und verglichen. Über den Tellerrand geschaut, mein Grundwissen als Gartenbautechniker mit eingebracht. Biologie ist überall gleich. Die lässt sich auch nicht bestechen. Tue ich mir mit „Fettarm“ etwas Gutes oder schadet es mir mehr? Lass uns das mal beleuchten.
Butterpreise und der Fettmarkt
Die Butterpreise sind kein Witz mehr. Im Großhandel klettert der Kurs für März 2025 auf 7475 Euro pro Tonne, April schon 7513 Euro – das sind über 7 Euro pro Kilo, bevor es überhaupt im Laden liegt. Im Discounter zahlst du jetzt schon 2,39 Euro für ein Päckchen, und das ist kein Markenprodukt. Warum so teuer? Die Milchkühe werden weniger – 2024 sind es nur noch 3,67 Millionen, fast 3 Prozent weniger als letztes Jahr.
Green Deal der EU macht unsere Bauern fettarm
Der Green Deal der EU macht es den Landwirten schwer, viele geben auf – strengere Regeln, überbordende Bürokratie, somit weniger Vieh, sinkendes Angebot. Den Leuten wird eingeredet, die Kühe würden das Klima kaputt machen. An der Verdopplung des Flugverkehrs kann es ja nicht liegen. Schließlich sitzen Politiker in Flugzeugen und reiten nicht auf Kühen.
Stärkt nur die Industrie und die zieht das Fett aus der Milch, macht Butter und Sahne draus – 480.000 Tonnen Butter im Jahr 2023, über 520.000 Tonnen Sahne – und verkauft es teuer. Was übrig bleibt, wird entrahmt, bekommt billige Stärke und einen Sack Zucker beigemischt und als „fettarm“ und vermeintlich gesund vermarktet. Klingt nach einem Plan, oder? Aber für wen?

Mercorsur macht uns Fettarm
Außerdem karren wir dank Mercosur das Rindfleisch mit Containerschiffen aus Südamerika an. Wer braucht schon Weiderinder in der Nachbarschaft? Der Transport auf den Weltmeeren mit Containerschiffen hat sich in den letzten 30 Jahren nur um etwa 200 % erhöht. Klimaneutral natürlich! Die Kühe in Deutschland sind das Problem für das Klima der Welt. So exportierte Deutschland 2023 etwa 294.000 Tonnen Milch und Milcherzeugnisse (ohne Käse und Butter) nach China im Wert von 386 Millionen Euro. Noch Fragen? Ich nicht mehr!
Gefärbtes Wasser im Supermarkt
Schau dir die Milch an: Von 45,8 Kilo, die jeder Deutsche im Jahr trinkt, sind 18,1 Kilo teilentrahmt – fast 40 Prozent. Joghurt ebenso: 13,8 Kilo pro Kopf, davon 7,4 Kilo mit Zusätzen, meist fettarm, aber niemand redet von Zuckerfrei! Die Industrie nimmt die Milch, die mal 4 Prozent Fett hatte, zieht das Beste raus und lässt uns den Rest. Dann kommt der Trick: Zucker rein – 10 Gramm pro Becher Joghurt sind keine Seltenheit – oder Bindemittel wie Stärke, damit es nicht wie Wasser aussieht.
Der Geschmack kommt gerne aus „natürlichen“ Sägespänen. „Light“ steht drauf, „unterstützt das Immunsystem“ manchmal auch – 3,49 Euro für sechs kleine Flaschen, die im Prinzip nichts anderes bringen als normale Joghurtkulturen. Ich frag mich: Wer profitiert hier? Nicht mein Bauch, das ist sicher.
Bei der Recherche zu Joghurt habe ich so viele Absurditäten erfahren, das braucht einen extra Artikel. Wenn Du Interesse daran hast, melde Dich zum kostenlosen Newsletter am Ende des Beitrags an. Ich verschicke 1 mal in der Woche eine Zusammenfassung meiner Artikel. Keine Werbung, kein Spam.
Was macht fettarm mit uns?
Fettarm spart Kalorien, das stimmt. Ein Glas Milch mit 1,5 Prozent hat 47 Kalorien, Vollmilch mit 3,5 Prozent 64. Und Joghurt? 50 Kalorien bei fettarm, 70 bei normal. Klingt gut, wenn du zählst. Warum auch immer Kalorien zählen? Aber zwei Stunden später knurrt der Magen – ich habe es getestet. Studien sagen: Wer fettarm isst, greift oft nach mehr, weil es nicht satt macht. Wie beim Burgerfastfood – schnell satt, schnell wieder Hunger. So entstehen dicke Menschen.
Und dann der Zucker: Der killt jeden Vorteil. Darmbakterien verarbeiten diesen und machen Gas daraus, Entzündungen drohen – genau wie bei zu viel Weizen. (Mehr dazu in meinem Beitrag „Gluten und Weizen: Ursachen und Lösungen für Blähungen) Vitamine wie A oder D gehen auch flöten – Vollmilch hat 35 Mikrogramm Vitamin A, fettarm nur 15. Calcium bleibt, aber ohne Fett fehlt was, vor allem Geschmack.
Normalfett ist nicht ungesund
Normalfett ist anders. Es hält länger vor – stabilisiert den Blutzuckerspiegel, nicht wie bei den „Light-Produkten“, die ich bald mal genauer unter die Lupe nehme. Fett ist kein Feind – wir brauchen 30 bis 35 Prozent unserer Kalorien davon, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Und Studien zeigen: Milchfett macht kein Herz kaputt – alte Ängste sind überholt. Für mich als 53-Jährigen zählt auch: Zu wenig Fett kann Testosteron senken – ich will fit bleiben, nicht schlapp werden.
Also steht „Light“, „fettarm“ oder „fettreduziert“ drauf, lass es stehen. Außer Du willst Fett werden. Das Konto des Molkereibesitzers wird sicher dick davon. Und Du trinkst sein gefärbtes Wasser mit viel Zucker.
Bücher, die dich weiterbringen
Wer tiefer graben will, findet hier etwas Handfestes – keine Industrie-Sprechpuppen, sondern Bücher, die Klartext reden. Ich habe recherchiert und drei Werke rausgepickt, die „Fettarm“ und Ernährungslügen auseinandernehmen – ohne grünen Schleier oder Kochrezept-Gequatsche. Autoren wie ich bieten nicht nur Schlagzeilen, sondern echte Einsichten. Kauf über meine Links unterstützt meine Arbeit und die der Autoren – ohne Extrakosten für dich.
„Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden“ – Hans-Ulrich Grimm, Bernhard Ubbenhorst, Maike Ehrlichmann
Kurzbeschreibung: Grimm & Co. decken auf, wie Zusatzstoffe und Zucker in „fettarm“ uns krank machen – kritisch, biologisch fundiert, gegen Industrie-Tricks.
Bei Amazon kaufen
„Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht“ – William Davis
Kurzbeschreibung: Davis zeigt, wie Zucker und Kohlenhydrate – nicht Fett – der Feind sind. „Fettarm“ wird entlarvt, bodenständig und ohne Schnickschnack.
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„Fermentieren – Superfood aus Omas Zeiten“ – Christine Jung
Kurzbeschreibung: Kein „Fettarm“-Hype, sondern echte Fermentation – wie selbstgemachter Joghurt den Darm fit hält. Praktisch, regional, mit Tiefgang statt Industrie-Pampe.
Kritisches Denken fördern
Der Darm und die große Lüge
Jetzt wird es spannend: Fettarm soll gesund sein, aber was macht es mit dem Darm? Die Industrie pusht „unterstützt das Immunsystem“ Joghurts – teuer, aber oft nur normale Kulturen wie Lactobacillus, die jeder Joghurt hat. Dafür ist Zucker drin. So viel wie im Cola auch! Etwa 10 bis 12 %. Der wird nicht fermentiert, sondern gärt im Darm weiter. Gas, Blähungen, Entzündungen – genau wie beim Weizenbrot aus der Industrie. Normalfett mit richtiger Fermentation ist anders: Die Kulturen bauen Milchzucker ab, Fett nährt die Darmzellen – Buttersäure heißt das Zauberwort, das Entzündungen hemmt. 2025 reden viele über „antientzündliche Ernährung“ – Normalfett passt da rein, fettarm mit Zucker nicht.
Ich habe das gemerkt. Deshalb hier der Artikel. Esse ich Joghurt aus dem Supermarkt, Sodbrennen, Blähungen, einfach unwohl. Esse ich den selbstgemachten Joghurt, kenne ich das Problem nicht. Und schmeckt mit eigenen Früchten auch noch nach Frucht und nicht nach Zuckersirup. Wer Wasser kochen kann, kann auch Joghurt selbst herstellen. Es ist einfach wie Tee kochen. Wie es geht? Lies einfach weiter:

Joghurt selber machen – einfacher als gedacht
Warum kaufen, wenn es selbst besser geht? Ich mache meinen Joghurt mit Vollmilch – 3,5 Prozent Fett, ehrlich und satt. Besser noch die Milch frisch vom Bauernhof. Die enthält alle wertvollen Stoffe die der Joghurt braucht. Du brauchst 1 Liter Vollmilch und 1 Becher Bio-Naturjoghurt als Starter. Bio deshalb, weil die Joghurtbakterien dort noch aktiv sind.
Die Milch auf 85°C erhitzen, aber nicht kochen lassen – das tötet Keime ab und macht es cremig. Keine Sorge, die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Denen macht die Wärme nichts aus. Manche sagen, 70 Grad reichen bei pasteurisierter Milch – B-Vitamine gehen ein bisschen verloren, aber Fett und Probiotika bleiben.
Auf der Heizung fermentieren statt im „Joghurtmaker“
Ich mache es mit einem Thermometer von Amazon genau – es lohnt sich und gibt Sicherheit, dass es auch wirklich 85°C hat. Abkühlen auf 45°C, Den Becher Biojoghurt als Starter rein, 4 bis 12 Stunden bei etwa 40 Grad fermentieren – ich stelle es auf die Heizung oder in meinen Backofen wenn er nicht so heiß ist und lasse die Tür offen. Ergebnis: 70 Kalorien pro 100 Gramm, 3,5 Gramm Fett, 4 Gramm Eiweiß – und echte Probiotika, kein Zucker. In Joghurtgläsern hier von Amazon hält es im Kühlschrank zwei Wochen. Oft auch länger, aber Du musst sauber arbeiten.
Jetzt kommt der Trick: Das letzte Glas nicht aufessen, auch wenn es lecker ist und Joghurt plötzlich nach Joghurt schmeckt und nicht wie cremige Pampe. Das letzte Glas nimmst Du für den neuen Ansatz. Dann brauchst Du nur wieder Milch und die Reise geht von vorne los. Keine 99 Cent für einen Becher Chemiebaukasten, sondern Joghurt und Darmgesundheit.
Fruchtstark statt Fettarm
Du kannst dann Früchte entweder vom eigenen Garten ernten oder machst z. B. im Sommer einen Ausflug auf den Erdbeerhof, Erdbeeren selbst gepflückt und dabei genascht. Sonnengereift, nicht 36 Stunden durch Europa gezerrt. Der Landwirt von nebenan sorgt auch für Deinen Job. Zuhause die Erdbeeren geputzt, püriert, in Eiswürfelförmchen eingefroren, wenn sie durchgefroren sind, packst Du sie in Gefrierboxen und kannst die einzeln entnehmen. So hast Du auch im Winter leckeres Erdbeerjoghurt ohne Zuckerbombe. Geht natürlich auch mit jeder anderen Frucht. Oder mit Marmelade – selbstgemacht aus erntereifen Früchten aus dem eigenen Garten oder der Region.
Fazit: Fettarm oder doch nicht?
Fettarm klingt nach Gesundheit, aber es ist oft ein Trick – die Industrie kassiert am Fettmarkt, wir kriegen Zucker und leere Versprechen. Normalfett hält satt, stärkt den Darm, passt zu einem freien Leben – wenig brauchen, selber machen. Die Butterpreise zeigen es: Das Gute wird teuer, der Rest billig verpackt. Ich bleib bei meinem Joghurt – kein „Light“, kein Hype. Selbst machen geht einfacher, als gedacht und spart Geld. Dann kann die Industrie verlangen was sie will, ich muss es ja nicht kaufen. Willst Du mehr davon erfahren? Melde dich einfach unten zum kostenlosen Newsletter an. Der erscheint einmal die Woche. Also, ich flute nicht Dein Mailfach. Dazu habe ich gar keine Zeit. Ich will Dich informieren und nicht belästigen.
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