Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes
Nachhaltiger Gemüseanbau im Stadtgarten mit Tomaten und Grünzeug, Schatten eines Konzerngebäudes im Hintergrund

Gemüseanbau: WEF-CO₂-Lüge entlarvt

Auf X bricht Panik aus: „Das Weltwirtschaftsforum (WEF) will den Gemüseanbau im eigenen Garten verbieten – alles für „CO₂-Netto-Null““- Posts kursieren, Artikel von uncutnews.ch heizen die Angst an. Klingt nach einem Albtraum, oder? Als Gartenbautechniker sage ich: Das ist halb wahr, halb Lüge – aber die Wahrheit zeigt, worauf es ankommt. Hier die Fakten und die Studie aufgedeckt. Wie Du Deinen Garten nachhaltig und mit weniger Arbeit bewirtschaften kannst, zeige ich Dir aus meiner fachlichen Sicht auf.

WEF und Gemüseanbau

Die Meldung verbreitet sich rasant: „WEF gegen den Eigenanbau!“ 2000 Retweets in zwei Tagen, X-Nutzer sehen rot. Der Vorwurf: Eliten in Davos wollen uns den Gemüseanbau streichen – CO₂ als Ausrede, während ihre Privatjets weiterfliegen. Mein erster Gedanke als Techniker: Das prüfe ich erstmal. Die Skepsis ist nachvollziehbar – nach Green-Deal-Versprechen, Corona-Wirrwarr und Subventionschaos traut kaum einer Politikern oder dem WEF. Aber bevor wir uns aufregen, lohnt ein Blick: Was sagt die Quelle wirklich?

Vogelperspektive des Mar de Plástico in Almería mit 30.000 Hektar Gewächshäusern, die wie ein Meer aus Plastik aussehen.
Mar de Plástico Almería

Die Studie: CO₂ und Gemüseanbau unter der Lupe

Die Basis ist eine Studie aus „Nature Cities“, 2024 erschienen, teilweise vom WEF unterstützt (DOI: 10.1038/s44284-023-00023-3). Forscher der Uni Michigan haben städtische Gärten untersucht: Unter bestimmten Umständen – Hochbeete mit Beton, Kunstdünger, Plastikfolien – liegt der CO₂-Ausstoß beim Eigenanbau über dem der Industrie. Rechenbeispiel: Ein Hochbeet mit 50 kg CO₂ für den Bau plus 10 kg jährlich durch Material macht bei 20 kg Ernte 3 kg CO₂ pro Kilo Gemüse. Eine Tomate aus Spanien, nach Deutschland transportiert? 1–2 kg CO₂, inklusive Gewächshaus, Entsalzung, 2700 km LKW-Fahrt. Klingt erstmal schockierend – aber die Studie will keine Verbote, sondern bessere Methoden. Das WEF selbst schweigt dazu. Trotzdem: CO₂ als Argument stinkt, wenn man die Industrie-Lücken sieht.

Aber: Die Studie fordert kein Verbot. Sie sagt: „Macht es effizienter – weniger Beton, mehr Kompost.“ Das WEF selbst? Kein Wort zu Verboten auf weforum.org, nur Gerede über „nachhaltige Systeme“. Die Panik stammt von Artikeln, die „WEF“ und „Verbot“ zusammenschustern – uncutnews.ch zitiert die Studie, aber verdreht sie. Community-Notizen auf X klären auf: „Keine Belege für ein Verbot.“ Fakt ist: Eigenanbau wird nicht angegriffen – aber die Zahlen zeigen, wie CO₂ als Waffe missbraucht werden könnte.

Was sind die Ziele des WEF?

Die Ziele des WEF sind sicher nicht das Wohlergehen der breiten Bevölkerung. Sie sind die „Erfinder des Green Deal“ und des „CO2-Quatsch“. Ich schaue da immer 3 mal hin. Aber meine Lebenseinstellung mit Achtsamkeit und Selbstbewussten Entscheidungen lässt mich die Panik vorbeiziehen und einfach nachschauen. Grok 3 ist die einfachste Quelle. Post in Grok und 10 Sekunden später hat man die Lösung gelesen. Kann nachfragen und sein eigenes Bild machen. Egal was die Panikmedien erzählen.

Ich habe die Bücher von Klaus Schwab gelesen. Für mich mehr als „umstritten“, um es diplomatisch auszudrücken. In „Die Zukunft der 4. industriellen Revolution“ (Affiliate-Link) ist eigentlich alles geschrieben. Von Demokratie und Menschenrechten halten die nicht viel. Er ist der Gründer und Vorsitzende. Die Politprominenz Europas von Macron, über von der Leyen bis Habeck seine Anhänger. Also schrillen bei mir da schon die Alarmglocken. Aber ich möchte auch keine falschen Verdächtigungen teilen oder glauben.

Die Industrie-Lüge: Gemüseanbau Spanien vs. Eigenanbau

Während X das WEF zerreißt, fließen EU-Milliarden über die GAP nach Spanien – ich habe es schon im Detail zerpflückt: Erdbeeren aus Spanien: Umweltprobleme durch Green Deal Spanien kassiert jährlich rund 6,9 Mrd. € an Agrarsubventionen, und ein Teil davon stützt das „Mar de Plástico“ in Almería. Das ist die EU mit von der Leyen und ihr „Umweltschutz“:

30 000 Hektar Plastikfolie sind kein Problem

30.000 Hektar Plastikfolie, sichtbar vom All, produzieren Tomaten, Erdbeeren, Gurken – bei 500 m³ Wasser/Tonne, versalzenden Böden und 1,5 kg CO₂/kg durch Transport (2.700 km nach Deutschland). Energie für Entsalzung? Dieselaggregate. 70 % der Subventionen gehen an Großbetriebe, nicht an Nachhaltigkeit. In Deutschland? Vorschriften, die Kleinbauern erdrücken – 40 % Höferückgang seit 2001

Vergleich: Meine Tomaten im Hausgarten erzeugen 0,1 kg CO₂/kg, wenn überhaupt – Kompost, Regenwasser, keine Chemie. Richtiger Anbau und das ist alles nicht nötig. Die Studie hat recht: Unbedachter Eigenanbau kann dreckig sein. Aber Industrie-Gemüseanbau Spanien ist dreckiger – und wird gefördert, während regionale Produktion in Deutschland durch WEF-Politiker zerstört wird. Wo bleibt da die Logik?

Lösungen aus der Praxis: Gemüseanbau, der CO₂ schlägt

Ich bin kein Theoretiker – ich baue an. Seit 2021 in Tschechien, mit 30 Jahren Gartenbau-Erfahrung, weiß ich: Eigenanbau kann sauberer sein als alles, was Brüssel subventioniert. Hier meine Techniken – für 50+-Leser, die’s ernst meinen:

  • Kompost statt Kunstdünger: 1 Tonne Kompost bindet 200 kg CO₂ im Boden, baut 0,5 % Humus auf, liefert 5 kg Stickstoff langsam frei (vs. 40 % Verlust bei Chemie). Kosten? 0 €, nur Arbeit.
  • Regenwasser nutzen: 10.000 Liter/Jahr aus Dachrinnen – gratis, keine Pumpe, kein Diesel. In Almería entsalzen sie Meerwasser mit 10 kWh/m³ – Wahnsinn.
  • Regionale Sorten: Heimische Bohnen, alte Tomatensorten – robust, kein Pestizidbedarf. Hybriden aus dem Supermarkt? Eingehen ohne Chemie.
  • Boden leben lassen: 10 Mrd. Mikroben/g Boden zersetzen Gülle, binden CO₂ – besser als versalzende Monokulturen.

Das ist kein Öko-Gequatsche – das ist Physik und Chemie, die funktioniert. Mein Gemüseanbau spart CO₂, reduziert Schädlingsbefall, kostet wenig Geld und Nerven – während die EU Milliarden in Plastikwüsten versenkt.

Buchvorschläge: Tiefer einsteigen

Willst du deinen Gemüseanbau auf Vordermann bringen? Hier schlage ich 3 Bücher vor die ich auch selbst besitze – praktisch, fundiert, ohne Schnickschnack. Die Links sind Affiliate-Links – kaufst du darüber, unterstützt du meine Arbeit, ohne Mehrkosten:

  • Der Biogarten: Das Original von Marie-Luise Kreuter
    Der Klassiker für nachhaltiges Gärtnern, jetzt mit Videolinks. Perfekt, um deinen Garten Schritt für Schritt ökologisch fit zu machen – von Planung bis Ernte. Bei Amazon kaufen
  • Gesunder Garten durch Mischkultur von Gertrud Franck & Brunhilde Bross-Burkhardt
    Die Pionierin des biologischen Gartenbaus Gertrud Franck hat über Jahrzehnte ein Mischkultursystem entwickelt, mit dem Sie nachhaltig und ressourcenschonend gärtnern. So schaffen Sie ein geschlossenes System, welches sich nahezu aus sich selbst heraus erhält. Im Mittelpunkt des Buchs steht dabei ein Gartenplan, der die Wechselbeziehungen sowie die Verträglichkeiten der Gemüsearten untereinander berücksichtigt – die perfekte Grundlage eines gesunden Biogartens! Mischkultur ist das Zaubermittel gegen Schädlinge und für reichere Ernte. Gratis mit Kindle Unlimited (Affiliate-Link). Zeigt, wie du mit Mischkultur gesunde Böden und Erträge bekommst – einfach umzusetzen. Bei Amazon kaufen
  • Permakultur für Einsteiger von Richard Bray
    Planung und Ernte für den Hausgarten, ideal für Selbstversorger. Permakultur setzt auf dauerhafte Pflanzenpartnerschaften aus der Natur abgeschaut. Eine Interessante Wirtschaftsweise für den Hausgarten – praxisnah und klar. Taschenbuch – 29. März 2023 Bei Amazon kaufen

Die große Frage: Wer braucht wen?

Das WEF verbietet nichts – noch nicht. Aber die CO₂-Debatte zeigt: Eliten wollen Kontrolle, nicht Lösungen. Die verdienen durch Industriebeteiligung, nicht durch Kleingärtner. Die Studie ist ein Weckruf: Gemüseanbau im Garten kann schlecht sein, wenn es unbedacht gemacht wird – aber richtig gemacht, ist er unschlagbar.

Garten-Gemüseanbau: Selbstgebautes Hochbeet mit Tomaten, Regentonne und Kompost im Hausgarten

Warum also Spanien subventionieren, während lokale Gärtner untergehen? Antwort: Macht und Geld. Im eigenen Garten statt leuchtender Forsythien die keine Schmeissfliege anlocken, einfach Hochbeete selbst gebaut, Gemüse selbst angebaut und geerntet. Ohne Garten den heimischen Anbauer unterstützen. Wer braucht halb schimmlige Erdbeeren aus Spanien im März? Und die sonnengereiften heimischen Erdbeeren werden in den Boden gefräst. Das Saatgut kann getauscht werden, kostet nicht mal was. Und von der Leyen kann ihre Insekten und Schwab sein Laborfleisch selbst essen. Dazu mehr in Kürze!

Saatgutverkehrsgesetz: Ein Seitenblick

Und dann ist da noch das Saatgutverkehrsgesetz – auf X taucht es auch immer wieder auf. Es regelt den Handel mit Saatgut in der EU, basiert auf EG-Richtlinien und soll Qualität sichern. Deinen Hausgarten trifft’s nicht direkt – du kannst weiter pflanzen, was du willst. Aber es zeigt: Die EU greift tief in den Gemüseanbau ein, während Konzerne mit Hybridsamen kassieren. Traditionelle und bewährte Samen verschwinden still und heimlich vom Markt. An F1-Saatgut lässt sich mehr verdienen. Das hat nichts mit Gentechnik zu tun, die sind einfach nicht selbst vermehrbar. Mehr dazu? Bald in einem eigenen Beitrag – das riecht nach mehr Dreck, den wir aufdecken sollten.

Fazit: Garten statt Insekten

Das WEF verbietet nichts – noch nicht. Aber die CO₂-Debatte zeigt: Eliten wollen Kontrolle, keine Lösungen. Die Studie ist ein Wink: Unbedachter Gemüseanbau im Garten kann dreckig sein – richtig gemacht, schlägt er alles. Ein Hochbeet muss nicht aus Plastik sein oder aus Beton für die Ewigkeit halten. Garten lebt von der Veränderung, nicht vom Betonwerk. Warum also Spanien subventionieren, während lokale Gärtner untergehen? Macht und Geld, nicht Verstand.

Mein Weg: Hochbeete selbst bauen, Gemüse anbauen, Saatgut tauschen – kostet nichts und macht frei. Von der Leyen kann ihre Insekten und Schwab sein Laborfleisch selbst essen – ich bleib bei meinen Tomaten. Mehr zu Saatgut und Insekten bald – bleibt dran! Hochbeete baue ich dieses Jahr auch noch. Kostet ein paar Schrauben und sonst nichts.
Was denkt ihr über CO₂-Hype und Eigenanbau? Schreibt gerne einen Kommentar.
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