Ein Sonnenaufgang über den Hügeln des Böhmerwaldes
Gruppe von Menschen in einer urbanen Umgebung mit frustrierten und gleichgültigen Gesichtern vor dem deutschen Parlament, unter einem grauen Himmel. Konformität statt Achtsamkeit in der Gesellschaft

Achtsamkeit in der Gesellschaft: Warum folgt die Masse blind?

Steuererhöhungen, Parteiendominanz, wirtschaftliche Probleme, überbordende Bürokratie. In der Gesellschaft besteht eine latente Unzufriedenheit. Ich stelle mir schon seit Jahren die Frage: Warum nimmt der überwiegende Teil der Gesellschaft das hin? Warum fehlt die Achtsamkeit in der Gesellschaft, um das zu hinterfragen? Ohne im Artikel auf aktuelle politische Ereignisse oder politische Strömungen einzugehen, mich interessiert: Warum tickt die Gesellschaft, der einzelne Mensch, wie er eben tickt? Ich bin kein Psychologe, kein Soziologe. Gärtner von Beruf. Will es wissen und so verstehen, wie ich es verstehe – nicht in akademischen Grundsatzdiskussionen, gespickt mit vielen Fremdwörtern, sondern so klar, dass es jeder verstehen kann.

Beobachtung: Demokratie nur noch leere Hülle

Ich habe es gesehen: Wir zahlen Steuern für Dinge, die wir nicht wollen, kämpfen mit Formularen, die wir nicht brauchen, sehen die Wirtschaft wackeln – und machen weiter. 2021 sind wir nach Tschechien gezogen, weil wir mit der Gesellschaft, mit der Art der Demokratie nicht mehr zurechtkamen. Die Dominanz der Parteien in Deutschland – schon regelrecht eine Parteiendemokratie. Der Bürger ist nur noch Statist, Zuschauer von außen. Entscheidungen werden von Parteifunktionären getroffen. Parteien sehe ich nicht als Lösung, ich sehe Parteien im Allgemeinen als Problem.

Der unabhängige Abgeordnete ist eine leere Phrase, wie es auch die Gewaltenteilung faktisch ist. Demokratische Grundsätze wurden von Parteifunktionären gekapert. Auch hier funktioniert die regulatorische Kraft der Parteigremien, der Mitgliederversammlungen faktisch nicht mehr. Auch ein kleines Parteimitglied ist im gleichen Zug ein Bürger, ein Steuerzahler.

Politik setzt Prioritäten – Der Bürger ist raus

Ich kann bei wohlwollendster Betrachtung keinen positiven Vorteil für die deutschen Bürger im Land erkennen. Von der Spitzenpolitik werden vermeintliche Probleme der ganzen Welt betont, Probleme in Deutschland wie Infrastruktur, Bildung und innere Sicherheit als zentrale Aufgaben eines Staates werden ignoriert. Dafür mischt sich der Staat – die Regierung, aka Parteien – ins Leben der Bürger ein, wo er nichts verloren hat – statt Achtsamkeit in der Gesellschaft für die wahren Bedürfnisse der Menschen zu zeigen. Nimmt man die ganzen Ereignisse der letzten Jahre als Muster, werden ausschließlich Konzerninteressen und Investoreninteressen bedient, egal wie sie umschrieben oder geframt werden.

Das Volk hat immer Recht

Ein paar Beispiele, ohne einer politischen Strömung zustimmen zu wollen. Für mich gibt es keine politische Strömung. Für mich gibt es den Souverän als Stimme, als Eigentümer des Landes. Was der Souverän in der Mehrheit beschließt, ist richtig. Das ergibt sich aus der Normverteilung: In einer Normalverteilung liegt die Mehrheit (ca. 68 %) im Bereich einer Standardabweichung – die Masse trifft im Mittel den stabilsten Punkt. Egal welche Partei, egal welcher einzelne Vertreter daraus, vertritt immer eigene Interessen. Auch sogenannte „Expertengremien“ unterliegen Interessenskonflikten. Nur die Masse der Bevölkerung entscheidet richtig – ein mathematisch belegbarer Fakt. Egal welcher „Experte“ fadenscheinige Begründungen dagegen liefert, er vertritt in dem Moment seine Interessen.

Beispiele für Massenmanipulation

Nehmen wir „Erneuerbare Energien“ – ein Wortkonstrukt, das jedem Schüler mit einem Jahr Physik die Schweißperlen auf die Stirn treiben müsste. Physiker müssten rebellieren. Die Politik mit Hilfe der Medien framt einen Begriff – offensichtlicher Unsinn, physikalische Unmöglichkeiten. In aller Munde! Sämtliche naturwissenschaftlichen Daten lassen das Konzept scheitern. Naturgesetze kann Politik nicht aushebeln. Am Ende scheitert es – immer! Die Politik versucht, Begriffe positiv zu lenken, doch wo bleibt die Achtsamkeit für physikalische Realitäten?

Zweites Beispiel: „Sondervermögen“. Ob gut oder schlecht mag ich hier nicht bewerten, es geht um die Begrifflichkeit. Man spricht von „Vermögen“ – meint damit Schulden, hohe Schulden. Wie wäre die Zustimmung in der Bevölkerung, wenn die Politik von „x Milliarden neuer Schulden“ spricht? Wahrscheinlich wäre der Aufschrei groß. So spricht man von „Sondervermögen“ und der Dringlichkeit. Wer hat nicht gerne Vermögen? Und dringlich bedeutet: Wir brauchen eure lästige Debatte nicht, und Kritik? Es eilt! Das Haus brennt! Wir löschen und diskutieren nicht über die Farbe des Feuerwehrautos. So funktioniert Massenmanipulation.

Realität: Wer bildet die Meinung?

Medien wie Tagesschau, große Medienhäuser, sind die Meinungsbildner. Mediales Trommelfeuer auf allen Kanälen – Achtsamkeit in der Gesellschaft würde bedeuten, das bewusst zu hinterfragen. Wer die Zeitung liest, ist nicht informiert, sondern weiß, was in der Zeitung steht. Nehmen wir die Tagesschau: 15 Minuten – „eingeordnete“ und vorgegebene Themenauswahl aus der Sicht der Redaktion. Quellen werden häufig verschwiegen, vermeintliche Experten stellen sich häufig als bezahlte Interessensvertreter mit akademischen Titeln heraus. Stimme – Gegenstimme kommt nicht vor. Im Anschluss Fußballergebnisse und der Wetterbericht. Selbst da wird geframt. Man verfolgt eine durchgehende Agenda. 20°C sind plötzlich tiefrot dargestellt – „Wir werden verglühen“.

Wer sich tiefer informieren möchte…

Hier drei Bücher, die das Thema vertiefen, Hannah Arendt hat sich ihr ganzes Leben mit dem Thema beschäftigt. Robert B. Cialdini hat ein vielgepriesenes Werk über die Psychologie der Überzeugung herausgebracht – für alle, die mehr verstehen wollen:  

- „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ von Hannah Arendt – Ein Klassiker moderner Massenpsychologie: Wie Angst und Propaganda Gesellschaften lenken und warum wir oft blind folgen (https://amzn.to/4hw29hT).

- „Eichmann in Jerusalem“ von Hannah Arendt – Warum normale Menschen mitlaufen, ohne nachzudenken – ein Blick auf Gehorsam und Verantwortung (https://amzn.to/4ini3Me).

- „Die Psychologie des Überzeugens“ von Robert B. Cialdini – Einfache Tricks, die erklären, warum wir folgen, und wie wir sie durchschauen können – praxisnah für den Alltag (https://amzn.to/4hBxK1p).

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X-Meldungen: Die Normverteilung statt Einordnung

Eine Alternative dazu wäre X: Meldungen treffen auf Antworten, Fakten zeigen Lücken. Ein breites Spektrum für alle Interessen. Rede und im Kommentar oder bei der kollektiven Anmerkung findet die Gegenrede statt. Vermeintliche Experten werden sofort durchleuchtet und nach Plausibilität geprüft. Aktiver Nachrichtenkonsum statt „eingeordneter“ Meldungen – und das nahezu in Echtzeit. Die Normverteilung beweist es mathematisch – ein unumstößlicher Fakt.

Die Politik sieht X als Feind, aus genau diesen Gründen. Man kann seine Agenda nicht einfach verkaufen, man muss sich der demokratischen Diskussion stellen. Schon fällt der Politik „Fakenews“, „Falschinformationen“, „Delegitimierung des Staates“ ein. Digital Services Act, „Digitale Dienste Gesetz“, „Netzwerkdurchsuchungsgesetz“ dienen vor allem dazu, die Kritiker mundtot zu machen, den Widerspruch im Keim zu ersticken. Das sind keine Verschwörungen, das sind Fakten. Wer hat die „richtige“ Meinung? „Was darf ich noch denken?“ „Was darf man noch sagen?“ Wer hat in der Demokratie das Recht, darüber zu bestimmen?

Doch warum ist das so?

Warum nimmt der Großteil der Bevölkerung das hin? Warum rebellieren die Menschen nicht? Die Fragen stelle ich mir seit Jahren. Mit der KI konnte ich Lösungen erarbeiten: Es geht um Ängste, Wohlbefinden und fehlende Achtsamkeit in der Gesellschaft, für die eigenen Interessen. Es geht um Ängste und Wohlbefinden. Klingt esoterisch, ist es aber nicht im Ansatz. Man muss den Menschen in seiner Geschichte verstehen. Ängste signalisieren Gefahr. Der Säbelzahntiger in der Steinzeit war nicht der Freund. Feuer ist nicht nur Wärme, Feuer ist Hitze. Krankheiten bedrohen unser Leben. Sie triggern Ängste im Menschen. Der Steinzeitmensch flüchtete in die Höhle. Der Tiger war mächtig, der Kampf dagegen wäre ohne Chance. Der Mensch wurde sesshaft und umzäunte sein Revier. Sein Gehege wurde eingehegt. Das bot Schutz und Sicherheit.

Der Mensch in seinem Gehege

Auch jetzt bewegen sich die meisten Menschen in ihrem imaginären Gehege. Die Wohnung, der Job geben existentielle Sicherheit. Die Gesellschaft hat ihnen durch Stände, Job, die Art der Unterkunft einen Rahmen zugeteilt. Wer ausbricht, ist der Feind. Er zerstört den sicheren Rahmen, den Zaun um das Gehege. Heute wird das als „rechts“ geframt. Die Masse bietet Schutz. Einer gegen den Säbelzahntiger: chancenlos verloren. Bei einer Gruppe stehen die Chancen größer. Aber nur, wenn alle gegen den gleichen Feind kämpfen. „Wir gegen die“ – eine bewusste Spaltung der Gesellschaft, die von der Politik und den Medien geschickt genutzt wird. Le Bon’s „Psychologie der Massen“.

Milgram passt immer

Jetzt kommt noch Milgram ins Spiel. Stanley Milgram hat mit seinem Experiment bewiesen, dass die meisten Menschen der Autorität gehorchen, auch wenn es für sie offensichtlicher Unsinn ist. Der Anführer leitet die Gruppe. Wir sind wieder beim Säbelzahntiger. Jetzt kommt noch unser Bedürfnis nach Wohlbefinden dazu. Man könnte es in der Psychologie und Soziologie noch auf 100 Seiten ausführen und wäre wohl nicht fertig. Ich will es knapp und verständlich halten.

Wer sitzt nicht lieber am warmen Ofen auf dem Sofa als bei Sturm und Wind aus dem Haus zu gehen? Das wärmende, schützende Feuer in der Höhle des Steinzeitmenschen. Draußen der Säbelzahntiger mit Angst vor dem Feuer, die Höhle als Schutz vor Wind und Wetter. Heute ist es unsere Rolle in der Gesellschaft, das Gefühl von Gemeinschaft – der Mensch ist ein Rudeltier.

Lieber warm und trocken, als dem Risiko des Säbelzahntigers ausgesetzt. Die Höhle war feucht und nass, aber immer noch besser als der Säbelzahntiger. Heute: Die wirtschaftliche Lage ist schlecht, aber der Rahmen ist immer noch da, der Zaun nicht beschädigt. Ausbrechen bedeutet Gefahr. Le Bon wie auch Milgram haben die 80/20-Regel erkannt. 80 % folgen und lassen sich leiten – genau aus vorgenannten Gründen.

Was kann der Einzelne tun?

Der Einzelne kann die Masse nicht verändern. Entweder man folgt oder tritt bewusst aus der Masse aus – mit Achtsamkeit für selbstbestimmte Entscheidungen. Man trifft selbstbestimmte Entscheidungen. Auch das beschreibt die Psychologie, die Philosophie. Alle großen Denker befanden sich außerhalb dieser Masse. Heute verächtlich als „Querdenker“ diffamiert. Wollen wir einem Kant, einem Sartre, einem Galilei widersprechen? Heute wären sie „Querdenker“, „Klimaleugner“ gewesen.

Ich habe mir zu dem Thema weitere Gedanken gemacht. Wie bekommen wir Achtsamkeit in der Gesellschaft? Die Hälfte meiner Leser sind Großeltern. Was können die machen? Dazu habe ich mir ein interessantes Modell ausgedacht. Bildung für Kinder und nicht als Verwaltungszweck und um eine konforme Gesellschaft aufzubauen. Wie das aussieht, zeige ich im folgenden Artikel auf: Schulsystem Deutschland: Achtsamkeit statt Konformität

Der Schlüssel liegt in Achtsamkeit

Der Schlüssel liegt in der Achtsamkeit in der Gesellschaft. Auch das hat wenig mit buddhistischen Mönchen oder gar Esoterik zu tun. Es ist ganz einfach, die Dinge achtsam wahrzunehmen. Die Nachrichten bewusst zu konsumieren, zu hinterfragen. Auch wenn es heißt: „Alternativlos“, „Diese Maßnahmen dürfen nicht hinterfragt werden“. Genau dann ist der Moment zu hinterfragen. Nichts – außer Naturgesetze – im Leben ist „alternativlos“. Nicht mal die Alternativlosigkeit. Es gibt immer einen zweiten Weg, eine andere Sichtweise.

Fazit: Achtsamkeit und Selbstbestimmung ist der Schlüssel

Alleine die Erkenntnis – so einfach, so banal sie klingt – ist der Schlüssel zur Lösung. Macht und Aufmerksamkeit bewusst behalten. Schenke ich bestimmten Dingen meine Aufmerksamkeit, gebe ich meine Macht dahin ab. Sich bewusst zu sein, welche Dinge man beeinflussen kann und welche nicht, erfordert Achtsamkeit in der Gesellschaft. Wenn ich es weiß, wenn ich es merke, kann ich es beeinflussen. Konsumiere ich nur die Tagesschau, lese ich die Zeitung, habe ich die Macht an die Tagesschau, an die Zeitung abgegeben – auch die Macht über mein Denken. Ich wurde bewusst beeinflusst. Ob positiv oder negativ sei dahingestellt. Lösungen statt Ausreden und selbstbewusste Entscheidungen treffen. Dazu werde ich noch viele Beiträge erstellen.
Nehmen Sie die Welt bewusst wahr? Sind Sie bereit, aus dem Rahmen herauszutreten? Schreiben Sie es in die Kommentare. Mich würde es interessieren.

Kostenloser Download

Ich habe einen kostenlosen Download erstellt. 5 Fragen die sich auf den Text beziehen, die sich jeder stellen sollte. Die Antworten darauf muss sich jeder selbst geben. Ich diskutiere das gerne mit Grok 3. Kann ich persönlich nur empfehlen.

PDF-Download: „5 Fragen, die dich aus der Masse holen“

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