Kinder lieben sie – die hauchdünnen Teigfladen, die von der Bretagne bis nach Böhmen die Welt erobert haben? Hast du sie schon einmal selbst gebacken oder genossen? Crêpes, Palatschinken, Pfannkuchen – sie haben viele Namen und eine faszinierende Geschichte.
Crêpes & Palatschinken – wie ein Teigfladen die Welt eroberte
Hier im Böhmerwald, wo ich lebe, sind sie ein Symbol für Einfachheit und Genuss. In diesem Beitrag zeige ich dir ein Grundrezept für Palatschinken, erzähle von ihrer kulturellen Reise und wie du sie mit nachhaltigen Zutaten aus deinem Garten zubereiten kannst. Bereit für einen Bissen voll Geschichte und Geschmack?

Die Geschichte von Crêpes und Palatschinken
Die Geschichte beginnt im 13. Jahrhundert, in einer Landschaft, die von Wind und Meer geprägt ist: der Bretagne. Dort wuchs Buchweizen, ein genügsames Korn, das auf kargen Böden gedeiht. Anders als Weizen brauchte es keine üppigen Felder, sondern fand seinen Platz in den rauen Gegenden, wo Bauern sonst wenig anbauen konnten.
Auf heißen Steinplatten, den „Billigs“, backte man daraus die ersten Galettes. Kräftig, nahrhaft, herzhaft gefüllt mit Ei, Käse oder Speck – ein Bauernessen, einfach und doch gehaltvoll. Der Duft von geschmolzenem Käse auf einem dünnen Teig, dazu der salzige Wind vom Atlantik: So könnte ein Abend in einem bretonischen Dorf ausgesehen haben.
Später, als Weizenmehl günstiger wurde, kamen süße Varianten dazu. Mit Zucker, Honig oder Marmelade gefüllt, verwandelten sie sich in ein Dessert, das bis heute jede Crêperie in Paris oder Rennes anbietet.
Der Weg nach Mitteleuropa – Palatschinken in Böhmen und Wien
Die Handelswege der Habsburger brachten die Teigfladen nach Mitteleuropa. Aus den Crêpes wurden Palatschinken – ein Name, der in Böhmen und Wien schnell heimisch wurde. Gefüllt mit Powidl, dem dunklen, würzigen Pflaumenmus, oder mit Quark und Rosinen, entwickelten sie ihren ganz eigenen Charakter.
Wer heute in Tschechien lebt, begegnet Palatschinken auf jedem Dorffest. Sie gehören zum festen Repertoire, wie bei uns die Bratwurst oder der Kartoffelsalat. Für viele Familien sind sie ein Stück Kindheit – das schnelle Abendessen, wenn die Zeit knapp war, oder die süße Belohnung nach einem langen Sonntagsspaziergang.
Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Mal in Tschechien: Ein lokales Fest, einfache Holzbänke, eine improvisierte Küche – und ein Teller Palatschinken, frisch gefüllt mit Powidl. Es war mehr als nur Essen. Es war ein Gefühl, Teil einer Tradition zu sein, die Generationen getragen hat.
— Michel, Böhmerwald
Einfache Rezepte, vielfältige Zubereitung, ein Erfolg erobert die Welt!
Verbreitung weltweit
Doch die Reise der Crêpes endete nicht in Böhmen. Überall, wo Menschen Teig und Hitze hatten, fanden sie ihre eigene Version.
In Russland heißen sie „Blinis“ – kleiner, aber oft reich belegt, von saurer Sahne bis Kaviar. Kroatien füllt Palatschinken gerne mit Schokolade, in Ungarn gibt es die Gundel-Palatschinken, gefüllt mit Nüssen und Rum. In Mexiko taucht das Prinzip wieder auf, diesmal als Tortilla aus Mais, gefüllt mit Bohnen und Chili. Und in den Niederlanden wird es zum „Pannenkoeken“, dicker, herzhafter und oft mit Speck direkt im Teig.
Ein einfaches Prinzip, unendlich variiert. Vielleicht ist das der Grund, warum Crêpes und Palatschinken die Welt erobert haben: Sie sind ein leeres Blatt Papier, das jede Kultur mit ihren eigenen Farben bemalt. Mehr über die Varianten in Kroatien und Mexiko erfährst du bald in meinem Artikel „Crêpes weltweit: Eine kulinarische Reise“ Einen Bericht über die verschiedenen Mehle dazu habe ich hier: Mehle in der Übersicht

Crêpes – Nachhaltigkeit auf dem Teller
Wenn man genauer hinsieht, steckt darin auch ein Stück Weisheit. Buchweizen, das ursprüngliche Korn der Bretagne, ist robust und genügsam. Es braucht wenig Dünger, wächst schnell und liefert trotzdem gute Erträge. Ein Getreide, das in Zeiten von Klimawandel und Monokulturen wieder an Bedeutung gewinnt.
So zeigt ein einfaches Gericht, wie Esskultur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Lange bevor es hip war, „regional“ oder „bio“ zu kochen, haben Bauern mit dem gearbeitet, was ihre Böden hergaben. Ob Buchweizen, Roggen oder auch Mais- und Reismehl. Und genau das macht Crêpes und Palatschinken bis heute so besonders: Sie sind keine Luxusrezepte, sondern eine Esskultur, die aus Einfachheit Stärke zieht.
Mehr als nur ein Rezept
Ein Crêpe ist nie nur ein Crêpe. Er ist Kindheitserinnerung, Festtagsgericht, Trostspender, manchmal auch ein Stück Abenteuer. Für die einen ist es das süße Mittagessen bei Oma, für die anderen das schnelle Essen nach der Arbeit, für wieder andere ein Reiseerlebnis auf einem Markt irgendwo in Europa.
Vielleicht ist das das Geheimnis dieser dünnen Teigfladen: Sie sind universell und doch immer persönlich. Sie verbinden Generationen und Kulturen – und laden ein, sie jedes Mal ein wenig anders zu füllen.
Ein einfaches Rezept für Palatschinken – Nachhaltigkeit pur
Portionen: Ca. 4–6 Palatschinken (je nach Größe)
Zubereitungszeit: Ca. 45 – 60 Minuten (inkl. Ruhezeit)
Für Palatschinken brauchst du nur wenige Zutaten:
- 1 Tasse Mehl (Weizen oder Buchweizen – letzteres ist glutenfrei; Alternativen: Reismehl oder Hafermehl für weitere glutenfreie Optionen)
- 2 Eier (ohne Ei wird es vegan).
- 1 Tasse Milch (oder Wasser für eine leichte Variante
Buchweizen ist glutenfrei. Mit Wasser wird es komplett vegan). - Eine Prise Salz.
Zubereitung:
- Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
- Den Teig 15–30 Minuten ruhen lassen – das macht ihn geschmeidig. (Ohne Ei und mit Wasser sollte er länger ruhen, ca. 45–60 Minuten, damit der Buchweizen besser bindet.)
- In einem Crêpes-Maker (ich nutze den Bestron Maker Affiliate-Link: Bei Amazon kaufen – Bei einem Kauf erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass dir Mehrkosten entstehen) oder einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze dünn ausbacken.
- Mit Powidlmus (Pflaumenmus) aus dem Garten oder regional gekauft, füllen
- Anrichten, mit Schlagsahne dekorieren, ein paar frische Pflaumen dazu oder ein leckeres Pflaumenkompott. Guten Appetit!
Tipps für Anfänger:
- Variationen: Probiere Füllungen wie Spinat und Käse für eine herzhafte Variante oder frisches Obst für eine leichte Note.
- Häufige Fehler: Achte darauf, die Pfanne nicht zu heiß zu machen, sonst kleben die Palatschinken. Falls der Teig zu dick ist, etwas mehr Wasser hinzufügen.
Dieses Rezept ist ideal für die schnelle Küche und auch für Anfänger geeignet: Einfach, nachhaltig und anpassbar. Einfachheit schmeckt so gut!

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Palatschinken im Alltag
Palatschinken sind für mich mehr als ein Gericht: Sie stehen für die Freiheit, mit dem zu kochen, was mein Garten hergibt. Hier in Tschechien habe ich gelernt, wie Tradition und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Die tschechischen Bürger haben sich ihre nachhaltigen Traditionen erhalten. Ein Punkt den ich an Tschechien sehr schätze – ein Weg zu einem Leben, das ich gestalte. Ob mit Powidl aus meinem Garten oder regionalem Honig, Palatschinken sind ein Stück Genuss. Palatschinken gehören hier zu einem beliebten Gericht oder einer leckeren Nachspeise.
Bleib dran, um mehr über Palatschinken in verschiedenen Ländern und nachhaltige Zutaten zu erfahren!
Fazit
Crêpes und Palatschinken sind ein einfacher Weg, Genuss in die Küche zu bringen – ob mit Gartenmehl oder regionalen Füllungen. Probier das Rezept aus und lass dich inspirieren! Schau bald mein Video dazu an, in dem ich den Teig live zubereite. Abonniere meinen Blog, um keine Updates zu verpassen, und besuch @OmasHaushaltstipps auf YouTube. Hast du eine Lieblingsfüllung für Palatschinken – vielleicht Powidl, Schokolade oder etwas Neues wie Spinat? Teile deine Ideen in den Kommentaren, vielleicht mit Freunden auf Social Media und lass uns über die nächsten Rezepte abstimmen – wie wäre es mit Palatschinken mit regionalen Zutaten oder nachhaltigem Honig? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen.
Erfahre mehr über nachhaltige Zutaten wie Buchweizen oder Powidl in meinen kommenden Artikeln!



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