Früher war Brot die Grundlage – heute oft ein Problem für die Verdauung. Wer kennt es nicht? Kurze Teigführung, zu viel Eiweiß und Gluten – der Bauch drückt. Verträgliches Brot im Gusstopf selbst backen ist die Lösung: Unser Bauernbrot Rezept mit Roggen- und Weizenmehl, Sauerteig und etwas Hefe ist einfach – ideal für Anfänger, gelingsicher im normalen Backofen in einem Gusstopf gebacken. Für die Selbstversorgung ist Brot backen die beliebteste und wichtigste Tätigkeit – in nahezu allen Kulturen die Lebensbasis. Nachfolgend zeige ich mit dem Bauernbrot Rezept wie es geht.

Bauernbrot aus dem Gusstopf
Für unser Bauernbrot Rezept braucht es vor allem Zeit. Die sogenannte lange Teigführung ist beim Brot backen die Grundlage jedes guten Brotes. Das ist die Kunst des guten Bäckermeisters. Wenige gute Zutaten und viel Zeit. „Schnell“ geht beim Brot nichts. Durch „schnell“ werden Hefen und Eiweiße nur unzureichend abgebaut und das Brot ist nicht so gut verträglich. Deshalb sind gerade Backwaren aus der Lebensmittelindustrie in Supermärkten und Discountern oftmals schlecht verträglich.
Unser selbstgebackenes Bauernbrot aus Roggen und Weizen hat nur wenige Zutaten. Die Hauptzutaten sind wie bei jedem Brot: Mehl, Wasser, Salz und viel Zeit. Für den Anfänger haben wir etwas Hefe zugemischt. Wer empfindlich auf Hefe reagiert, kann diese auch weglassen. Der Sauerteig lässt das Brot auch aufgehen. Dann sollte der Teig über Nacht zugedeckt ruhen können. Es wird nicht ganz so fluffig, aber durchaus ein schönes luftiges Brot. Für die Verdauung ein Segen, für den Genuss ein Traum.
Bauernbrot Rezept für 1 Laib mit etwa 1 kg:
Verträglich macht das Brot der Sauerteig. Milchsäurebakterien bauen Eiweiß um, sorgen für Gärung – ein wertvoller Helfer für die Verdauung. So wird verträgliches Bauernbrot im Gusstopf zum Genuss statt Magendrücken. Riechst du schon den Duft frischen Brotes?
Für den Sauerteig:
- 200 g Roggenvollkornmehl bei Amazon kaufen,
- 200 g Wasser
- ca. 3 EL Milch
- soll es schneller gehen: Hier gibt es fertigen Sauerteig bei Amazon.
Etwa 100 g Roggenvollkornmehl mit 100 ml Wasser und 3EL Milch in eine kleine Schüssel geben und gut verrühren. Die Schüssel abdecken und etwa 1 Tag an einem warmen Ort gären lassen 20 – 25°C sind ideal. Nach einem Tag nochmals durchrühren und wieder einen Tag stehen lassen. Dann die restlichen 100 ml Wasser und 100 g Roggenvollkornmehl unterrühren und wieder 1 Tag ruhen lassen. Der Teig sollte jetzt gären und einen säuerlichen Geruch haben. Nun ist der Sauerteig fertig zur Verwendung.
Einen Teil des Sauerteigs kann man in einem geschlossenen Glas im Kühlschrank lagern. So hat man den Grundteig für den nächsten Backtag, den man dann nur 1 Tag vorher mit Mehl und Wasser strecken muss.
So einfach geht verträglicher Sauerteig für Brot im Gusstopf – Lust zu starten?

Für den Vorteig unseres Bauernbrotes:
Brot wird in Vor- und Hauptteig aufgeteilt. Im Vorteig wird der Sauerteig mit dem Mehl und Wasser vermischt. Der Sauerteig wird praktisch auf das Mehl gestreckt, die Milchsäurebakterien können sich gleichmäßig verteilen. Der Teig ruht vor sich hin, die Milchsäurebakterien arbeiten, zersetzen Eiweiß und Gluten für die Verträglichkeit.
- 350 g Roggenmehl Type 997 bei Amazon kaufen
- 100 g Sauerteig oder den fertigen Sauerteig
- 5 g frische Hefe
- 250 ml Wasser
Die Hefe in etwa 100 ml lauwarmen Wasser auflösen. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel (ideal in der Rührschüssel mit der Küchenmaschine. Wir haben die BoschMUM5 4 Jahre getestet) mit der aufgelösten Hefe vermischen und über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Für den Hauptteig:
Der Hauptteig ist der Moment in dem das Salz, vielleicht auch geröstete Zwiebeln, Speckwürfel, Kürbiskerne aus der Steiermark, Sonnenblumenkerne mit dem restlichen Mehl verknetet werden. Der Teig nimmt seine Konsistenz an und wird von nun an nur noch mit der Hand gefaltet. Beim Kneten würde man die Luft, die unsere Hefe- und Milchsäurebakterien mit Mühe eingebaut haben, wieder aus dem Teig drücken und das Brot würde nicht so schön luftig zart.
1/2 Würfel frische Hefe
750 g Weizenmehl Type 1050 (oder auch Ruchmehl) bei Amazon kaufen
1 EL Salz,
1 EL Brotgewürz
Die Hefe in etwa 100 ml lauwarmen Wasser auflösen. Die restlichen Zutaten mit dem Vorteig und der aufgelösten Hefe und etwa 350 ml lauwarmen Wasser mit der Küchenmaschine mindestens 10 Minuten kneten lassen. Der Teig bleibt noch leicht klebrig.
Dann den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde ruhen lassen. Den Teig aus der Schüssel nehmen, mit der Hand 2 mal falten und wieder 1 Stunde abgedeckt aufgehen lassen.
Nun den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem Laib in der Größe des Gusstopfes formen.

Den Teig wieder abgedeckt etwa 1 Stunde ruhen lassen.
Nun den Backofen auf 240° C Ober- und Unterhitze vorheizen und den Gusstopf mit Deckel im Backofen aufheizen.
Den Teig in den vorgeheizten Gusstopf geben (Achtung sehr heiß!). Den Teig oben mit einem Messer rautenförmig einschneiden. Jetzt nach Wunsch mit Wasser bepinseln und mit Samen, Sesam, Mohnsamen oder grobem Salz aus Bad Reichenhall bestreuen. Deckel auf den Topf geben und in den vorgeheizten Backofen stellen. Bei 240°C etwa 10 Minuten anbacken und dann die Temperatur auf 200°C senken.
Nach 1 Stunde Gesamtbackzeit ist das Brot fertig und kann aus dem Ofen genommen werden. Das Brot etwas auskühlen lassen, anschneiden und mit frischer Butter, Frischkäse oder Quark und frischem Schnittlauch oder einer Scheibe rohen Bauernschinken genießen. Oder frische Butter und selbstgemachte Marmelade? Dagegen kann das Luxusrestaurant die Pforten schließen.
Man kann den Brotteig auch mit angebratenen Zwiebel- und/oder Speckwürfeln, Schnittlauch oder Kräutern mischen. Ganz nach individuellen Wünschen. Du bestimmst selbst was Dir schmeckt. Kein vorgegebenes Industriebrot. Oder vor dem Backen mit Wasser bepinseln und mit Kümmel, Sesam oder Körnern bestreuen.
Im Gusstopf verbrennt die Oberfläche nicht. Das Brot bekommt eine herrliche Kruste und bleibt innen schön weich und luftig. Wie ein Brot eben sein soll. Gerade für Anfänger ein einfaches und gelingsicheres Rezept. Ohne Brotbackofen oder teuren Maschinen.
Welches Brot magst Du am liebsten? Bist Du der Typ Brot mit oder ohne Butter? Marmelade oder Schinken? Schreib es mir in die Kommentare! Willst Du keine interessanten Infos mehr verpassen, melde Dich einfach unten zum kostenlosen Newsletter an. Ein mal pro Woche versende ich den mit den aktuellen Beiträgen und interessanten Zusatzinfos. Kein täglicher Spam, nur kompakte Informationen.



Hinterlasse einen Kommentar